Jürgen Klinsmann und Jogi Löw (Foto: Imago, Imago)

Fußball | Nationalmannschaft Klinsmann: "Ich glaube an Jogi und seinen Stab"

Der Druck auf Bundestrainer Joachim Löw ist nach der Niederlage gegen die Niederlande groß. Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann erklärt im SWR-Sport-Interview, warum er weiterhin von Löw überzeugt ist.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Nach der Aufarbeitung der Niederlage gegen Erzrivale Niederlande ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Montagvormittag mit großer Anspannung aus Amsterdam weiter nach Paris gereist. Dort bereitet Bundestrainer Joachim Löw sein nach dem 0:3 in den Abstiegskampf der Nations League gestürztes Team unter anderem mit dem Abschlusstraining im Stade de France auf die schwierige Prüfung gegen Weltmeister Frankreich am Dienstag (20.45 Uhr/ARD) vor.

Dauer

Der ehemalige Bundestrainer und Freund von Joachim Löw, Jürgen Klinsmann, ist jedoch zuversichtlich. "Der Jogi weiß, was er macht. Der Jogi weiß auch, wie schwierig die Situation ist nach der Niederlage gegen Holland. Aber das allerwichtigste ist Zusammenhalten und daran glauben, ein gutes Ergebnis gegen Frankreich einzuholen. Und es gibt ja auch noch ein Rückspiel gegen die Holländer, wo man das Ergebnis korrigieren kann", sagte Klinsmann im Interview mit SWR Sport.

Dass die Kritik nach so einem Spiel groß sei und es viele Besserwisser gäbe, sei ganz normal und gehöre mit dazu. "Da braucht Jogi keinen Ratschlag von mir."

Dauer

Klar sei auch, dass nach der katastrophalen WM die Erwartungshaltung groß sei und man hoffe, dass die Ergebnisse wieder in die andere Richtung gehen. "Er weiß, die Ergebnisse müssen langsam kommen. Und die Mannschaft muss sich zusammen rütteln und ein Zeichen setzen."

Die Niederlage gegen die Elftal hat neue Grundsatzdebatten aufgeworfen, auch über Löw als geeigneten Erneuerer nach der WM-Blamage. Klinsmann glaubt an die Nationalmannschaft, denn die Qualität des Kaders sei da. "Ich bin ein Fan der Nationalmannschaft. Ich glaube an Jogi, ich glaube an seinen Stab, und ich drücke alle Daumen, dass sie die Kurve kriegen."

Dauer

"Wir müssen ausblenden, was auf uns einprasselt"

Joachim Löw

Doch der Druck auf Löw ist groß. Der 58-Jährige muss personell und taktisch einen überzeugenden Plan entwerfen, um einem weiteren sportlichen Desaster zu entgehen. "Wir Trainer müssen die richtigen Schlüsse ziehen für das Spiel gegen Frankreich", hatte Löw noch in Amsterdam erklärt. Bayern-Verteidiger Jérôme Boateng muss wegen einer Waden-Blessur auf jeden Fall ersetzt werden. Löw hat die Partie zum Charakter-Test für seine Mannschaft erklärt. "Wir müssen ausblenden, was auf uns einprasselt", erklärte Löw.

STAND