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Deutschland ist bei der EM 2021 im Achtelfinale ausgeschieden, das Ende der Ära Löw ist damit besiegelt. So haben Fans im Breisgau und in Koblenz die Niederlage erlebt.

Die Ära Joachim Löw ist zu Ende - nach 15 Jahren als Bundestrainer. Natürlich war die Enttäuschung bei den Spielern und den Fans in London riesig. "Im Moment ist natürlich bei allen Spielern Totenstille", sagte der gebürtige Schönauer Löw nach der 0:2-Niederlage im Wembley-Stadion gegen England. "Die Enttäuschung wiegt natürlich schwer. Ich glaube, da muss jetzt die eine oder andere Stunde vergehen, bevor man ein paar Worte sagt. Alle Spieler sind maßlos enttäuscht. Wir auch."

In March (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald), beim ehemaligen Verein von Nationalspieler Matthias Ginter, gab es ebenfalls lange Gesichter. Nach einem Spiel, das die Fachleute beim SC March ernüchtert zurücklässt. "Ich bin enttäuscht von dem Spiel heute", ärgert sich Armin Bühler. "Wenn man ausscheidet, dann mit fliegenden Fahnen und das war heute zu wenig. England war auch nicht gut. Das ist ja das Schlimme." Für die Ära Löw zieht Christian Kranz dennoch eine versöhnliche Bilanz: "Alles in allem war es schon eine erfolgreiche Zeit. Aber ich denke, jetzt ist es auch mal gut, dass etwas anderes kommt."

Auch in Koblenz überwiegt die Enttäuschung über das EM-Aus

Im Odeon-Kino in Koblenz war die Enttäuschung der etwa 100 Zuschauer ebenfalls sehr groß. Es war eine der wenigen Möglichkeiten in Rheinland-Pfalz, das Spiel gemeinsam und trotzdem im Trockenen zu verfolgen. Denn viele Public Viewings sind wegen des heftigen Unwetters ausgefallen. Für Kino-Betreiber Christian Klein ist die Niederlage doppelt schmerzhaft. Denn er ärgert sich nicht nur über das Ausscheiden der deutschen Elf, sondern auch über ausbleibende Einnahmen aus den anstehenden K.-o.-Spielen. Nachdem das Kino während der Corona-Pandemie so lange geschlossen bleiben musste, "ist das natürlich doppelt bitter", sagt Klein.

Weder Werner, Havertz noch Müller lassen March und Koblenz jubeln

Die wenigen guten Möglichkeiten, die Stimmung der Fans in March und Koblenz aufzuhellen, vergaben Timo Werner (32. Minute) und Kai Havertz (48.). Allerdings gab es zu diesem Zeitpunkt noch Hoffnung auf Besserung. Die bekam in der 75. Minute den ersten großen Dämpfer: Raheem Sterling schoss das 1:0 für England. Danach gab es die beste Möglichkeit des Spiels für die deutsche Mannschaft. Thomas Müller lief frei auf England Keeper-Jordan Pickford zu und legte den Ball links am Tor vorbei (81.). In March machte sich da Fassungslosigkeit breit. Den endgültigen K.O. setzte es in der 81. Minute durch Harry Kane. Joachim Löw ist bei seinem letzten Turnier im Achtelfinale ausgeschieden. Was bleibt ist Ernüchterung - in Koblenz, in March und in weiten Teilen Deutschlands.

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