Robin Koch kickte früher für Eintracht Trier, den 1. FC Kaiserslautern und den SC Freiburg (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | EM 2021

Mit Robin Koch und Christian Günter: Bundestrainer Joachim Löw gibt 26er Kader bekannt

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Joachim Löw hat unter anderem Christian Günter vom SC Freiburg sowie Robin Koch von Leeds United (früher unter anderem beim FCK) für die Europameisterschaft in sein vorläufiges Aufgebot nominiert.

Das Duo zählt zum 26 Spieler umfassenden Kader, den der Bundestrainer in Frankfurt am Main präsentierte.

Auch bei seiner letzten Kader-Nominierung wartete der, nach der EM ausscheidende, DFB-Chefcoach mit einigen Überraschungen auf. Löw berief als weitere Rückkehrer nach jahrelanger Abstinenz Stürmer Kevin Volland von AS Monaco und den Freiburger Verteidiger Christian Günter, der sein einziges Länderspiel im Mai 2014 bestritten hatte. Zudem ist Robin Koch (Leeds United) mit dabei, der aus Rheinland-Pfalz stammt und früher für Eintracht Trier, den 1. FC Kaiserslautern und den SC Freiburg spielte.

Südwestbezug haben auch Kevin Trapp (aktuell Eintracht Frankfurt/früher 1. FC Kaiserslautern), Bernd Leno (Arsenal London/VfB Stuttgart), Antonio Rüdiger (FC Chelsea/VfB Stuttgart), Niklas Süle (FC Bayern/TSG Hoffenheim), Joshua Kimmich (FC Bayern/VfB Stuttgart), Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach/SC Freiburg), Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach/FSV Mainz 05), Serge Gnabry (FC Bayern/VfB Stuttgart und TSG Hoffenheim), Kevin Volland (AS Monaco/TSG Hoffenheim) und Timo Werner (FC Chelsea/VfB Stuttgart).

Bernd Leno im Tor der Deutschen Nationalmannschaft (Foto: picture-alliance / Reportdienste, IMAGO / Team 2)
Bernd Leno. Der ehemalige Stuttgarter profitiert vom kurzfristigen EM-Aus von Marc-André ter Stegen. Der Keeper des FC Arsenal duelliert sich mit Kevin Trapp um den Platz hinter Manuel Neuer. IMAGO / Team 2 Bild in Detailansicht öffnen
Kevin Trapp. Mit Trapp, der seine ersten Schritte beim 1. FC Kaiserslautern machte, kommt ein weiterer Torhüter aus dem Südwesten hinzu. Eigentlich als Nummer 3 eingeplant, könnte der Schlussmann von Eintracht Frankfurt durch die Verletzung von ter Stegen in der Hierarchie aufrücken. Imago IMAGO / ULMER Pressebildagentur Bild in Detailansicht öffnen
Antonio Rüdiger. Der frühere VfB-Spieler ist in der Verteidigung gesetzt. Rüdiger hat eine starke Saison beim FC Chelsea hinter sich und will mit den Blues vor der EM noch den Champions League-Titel holen. Trifft im Finale gemeinsam mit Timo Werner auf Manchester City. Imago IMAGO / Laci Perenyi Bild in Detailansicht öffnen
Matthias Ginter. Der Abwehrchef der Gladbacher und frühere Freiburger war schon beim WM-Titel 2014 in Brasilien im DFB-Aufgebot. Damals noch ohne Einsatz, kann sich der variabel einsetzbare Verteidiger bei der kommenden EM mehr Hoffnung auf Spielzeit machen. Imago IMAGO / Camera 4 Bild in Detailansicht öffnen
Niklas Süle. Der Ex-Hoffenheimer, der letztes Jahr aufgrund eines Kreuzbandrisses im Kader gefehlt hätte, profitiert vom coronabedingten Aufschub der EM. Die lange Verletzung war ihm in der aktuellen Spielzeit anzumerken. Trotzdem fährt Süle mit zur EM, wenn er auch seine einstige Stellung in der Abwehr verloren hat. Imago IMAGO / Sven Simon Bild in Detailansicht öffnen
Robin Koch. Wechselte vor der Saison vom SC Freiburg zu Leeds United, spielte zuvor auch beim FCK und in Trier. Fehlte aufgrund einer dreimonatigen Knieverletzung zwischenzeitlich im DFB-Aufgebot. Seit März ist der England-Legionär wieder fit und hat sich im Saisonfinale stark präsentiert. Unter Löw kam Koch oft zum Zug und kann sich während der Vorbereitung in der Abwehr aufdrängen. Zu seinen bisher sieben Länderspiel-Einsätzen könnten während der EM weitere hinzukommen. Imago IMAGO / Laci Perenyi Bild in Detailansicht öffnen
Christian Günter. Freiburgs Dauerbrenner auf der linken Außenbahn hat sich seine Nominierung mit einer starken Saison verdient. Der 28-Jährige wurde in Villingen-Schwenningen geboren und ist seit 2008 beim SC Freiburg. In der Nationalmannschaft ist er eine Option für die vakante Position des Linksverteidigers. Sein erstes und einziges Spiel für die A-Nationalmannschaft bestritt Günter 2014. Imago IMAGO / Sven Simon Bild in Detailansicht öffnen
Joshua Kimmich. Der in Rottweil geborene Mittelfeldspieler ist bei Joachim Löw gesetzt. Er ist einer der Spieler im Kader der deutschen Nationalmannschaft, die in der Jugend des VfB Stuttgart ausgebildet wurden. Heute einer der Leistungsträger bei Bayern München und in der DFB-Elf. Imago IMAGO / Moritz Müller Bild in Detailansicht öffnen
Jamal Musiala. Das 18-jährige Offensiv-Juwel des FC Bayern München wurde in Stuttgart geboren. Er zog im Alter von sieben Jahren nach England, weshalb er die doppelte Staatsbürgerschaft besitzt. Für England schaffte er es bis in die U21-Nationalmannschaft, entschied sich im Februar aber für die deutsche A-Nationalmannschaft. Musiala gab im März bei der 1:2 Niederlage gegen Nordmazedonien sein Debüt im DFB-Trikot. Beim DFB hält man große Stücke auf ihn. Imago IMAGO / Uwe Kraft Bild in Detailansicht öffnen
Jonas Hofmann. Der Mittelfeldspieler, der in der Hoffenheimer Jugend kickte und in der Saison 2014/2015 ein Jahr für Mainz spielte, kommt als Ergänzungsspieler mit in den Kader. Der 28-Jährige kam erst vergangenes Jahr zum Debüt in der Nationalmannschaft und konnte sich besonders in der ersten Saisonhälfte bei Borussia Mönchengladbach empfehlen. Imago IMAGO / Team 2 Bild in Detailansicht öffnen
Timo Werner. Der frühere Stürmer des VfB Stuttgart bringt Schnelligkeit ins Angriffsspiel der deutschen Mannschaft. Werner erlebte eine durchwachsene erste Saison beim FC Chelsea (6 Tore, 11 Vorlagen in der Premier League) und blieb in der Liga zwischenzeitlich 14 Spiele hintereinander ohne Tor. Schoss den FC Chelsea ins Finale der Champions League und trifft dort mit Antonio Rüdiger auf Manchester City. Imago IMAGO / Horstmüller Bild in Detailansicht öffnen
Serge Gnabry. Ein weiterer Spieler aus der Nachwuchsakademie des VfB Stuttgart im Kader der deutschen Nationalmannschaft. Der 25-jährige Spieler des FC Bayern München hat sich von einer Corona-Infektion im April erholt und dürfte im Angriff bei Joachim Löw gesetzt sein. Imago IMAGO / ActionPictures Bild in Detailansicht öffnen
Kevin Volland. Der Ex-Hoffenheimer spielt eine starke erste Saison bei der AS Monaco und kommt in der Ligue 1 auf 16 Tore und 8 Vorlagen. Galt auch als Olympia-Option für Stefan Kuntz, darf jetzt aber mit Löw zur EM. Imago IMAGO / Jan Huebner Bild in Detailansicht öffnen

Es fehlen einige prominente Namen

Im Aufgebot fehlen dafür prominente Namen wie Julian Draxler, Julian Brandt, Jonathan Tah und Amin Younes. Dortmunds Kapitän Marco Reus (31) hatte "nach einer komplizierten, kräftezehrenden Saison" am Dienstagabend in Rücksprache mit Löw seinen Verzicht auf eine EM-Teilnahme erklärt.

Die meisten Spieler, nämlich acht, stellt der FC Bayern. Zum Münchner Block zählt auch der 18-jährige Jamal Musiala, der zugleich der jüngste Akteur im Kader ist. Der ebenfalls 18-jährige Leverkusener Florian Wirtz wurde von Löw nicht berufen. Die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschobene EM beginnt am 11. Juni. Das Finale findet am 11. Juli in London statt.

Müller und Hummels kehren zurück

Beim großen Umbruch nach dem WM-Desaster 2018 in Russland hatte Löw Münchens Angreifer Thomas Müller und den heutigen Dortmunder Abwehrchef Mats Hummels zusammen mit Bayern-Verteidiger Jérôme Boateng im Frühjahr 2019 aus der Nationalmannschaft ausgemustert. Müller (31) und Hummels (32) liefen zuletzt am 19. November 2018 in der Nations League beim 2:2 gegen die Niederlande im Nationaltrikot auf - und kehren nun zurück. Müller und Hummels könnten ihr Länderspiel-Comeback schon während der EM-Vorbereitung am 2. Juni beim Testspiel gegen Dänemark in Innsbruck feiern.

Vom 28. Mai bis 6. Juni absolviert Löw mit dem DFB-Team ein Trainingslager in Seefeld in Tirol. Die EM-Generalprobe findet am 7. Juni in Düsseldorf gegen Lettland statt. Bei der EM-Endrunde trifft die DFB-Auswahl in der Gruppenphase jeweils in München auf Weltmeister Frankreich (15. Juni), Titelverteidiger Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni).

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