Das Lachen ist zurück bei Bundestrainer Hansi Flick. Große Freude nach dem 6:0 der DFB Elf gegen Armenien. (Foto: Imago, Imago/ Pressefoto Baumann)

Nationalmannschaft | Meinung

Die wundersame Wandlung der DFB Auswahl – 6:0 Spektakel gegen Armenien

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Nur drei Tage nach dem müden 2:0 gegen Liechtenstein präsentierte sich die deutsche Nationalmannschaft in Stuttgart extrem verbessert – beim souveränen 6:0 im WM Qualifikationsspiel gegen Armenien. Kann Deutschland diese Form auch gegen Island halten? Die Meinung von Stefan Kersthold.

Vielleicht war es ja meine Forderung nach etwas mehr, als ich nach dem enttäuschenden 2:0 gegen den Fußballzwerg aus Liechtenstein äußerst kritisch auf die mehr als bescheidene Leistung der Jungs des neuen Bundestrainers Hansi Flick reagierte. Vielleicht hat aber Flick in den drei Tagen auch das geschafft, was ihm in der Halbzeitpause gegen Liechtenstein noch nicht gelungen war. Seine Kicker wachzurütteln und an ihre unbestritten vorhandenen Qualitäten zu erinnern. Anders ist dieses Spektakel von Stuttgart nach dem Fehlstart von St. Gallen kaum zu erklären.

Sechs Änderungen in der Startelf

Wobei sich Hansi Flick bei seiner Heimpremiere als Bundestrainer auch beim Personal ein paar Gedanken gemacht hatte. Sechs Änderungen im Vergleich zum Liechtenstein-Kick, einige allerdings erzwungen. So fehlte Robin Gosens wegen einer Sprunggelenksverletzung ebenso wie der erkrankte Kai Havertz. Neu ins Team rückten neben dem wiedergenesenen Kapitän Manuel Neuer auch Jonas Hofmann – erstmals als Rechtsverteidiger, Antonio Rüdiger, Leon Goretzka, Marco Reus und Serge Gnabry. Thilo Kehrer rückte auf die linke Abwehrseite.

Gute Stimmung bei der deutschen Nationalmannschaft. Das Team von Bundestrainer Hansi Flick gewinnt mit 6:0 gegen Armenien. (Foto: Imago, Imago/ Pressefoto Baumann)
Gute Stimmung bei der deutschen Nationalmannschaft. Das Team von Bundestrainer Hansi Flick gewinnt mit 6:0 gegen Armenien. Imago Imago/ Pressefoto Baumann

Von Beginn an aggressiv und fokussiert

Was mich am meisten beeindruckte, die DFB-Elf war von Anfang an präsent, hielt das Tempo hoch und setzte auch nach - allerdings sehr wenigen - Ballverlusten, sofort nach. Die Armenier, nach vier Spieltagen immerhin Tabellenführer der Gruppe J, waren völlig überfordert, wurden teilweise schwindlig gespielt. Der Lohn: Bereits zur Pause sahen 18.000 begeisterte Zuschauer in Stuttgart vier wunderschön herausgespielte Treffer, zweimal Gnabry, Werner – übrigens beide gebürtige Stuttgarter – und Reus die Torschützen. Dass sich in der zweiten Hälfte auch noch der "neue" Rechtsverteidiger Jonas Hofmann mit seinem ersten Länderspiel-Treffer und auch der eingewechselte U21-Europameister Karim Adeyemi bei seinem Debüt für die A-Nationalmannschaft in die Torschützenliste eintragen durften, passte ins Bild eines äußerst gelungenen Fußball-Abends.

Am Mittwoch in Reykjavik gegen Island

Bleibt die Frage, ob die Jungs von Hansi Flick am Mittwoch gegen Island ihre Liechtenstein- oder ihre Armenien-Form zeigen? Ich bin da noch ein klein wenig unentschlossen, wage aber dennoch einen optimistischen Tipp: In Reykjavik wird es den dritten Sieg in der noch jungen Amtszeit von Hansi Flick geben.

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