Der neue DFB Sportdirektor: Rudi Völler (Foto: IMAGO, Imago/ Sven Simon)

DFB | Meinung

Rudi Völler ist keine Lösung mit Weitsicht

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AUTOR/IN
Achim Scheu

Rudi Völler wird auf Oliver Bierhoff beim DFB als Sportdirektor folgen. Ein Lösung, die den Verband nicht unbedingt fit für die Zukunft macht, meint Achim Scheu aus der SWR-Sportredaktion:

Eines vorweg: Nichts gegen Rudi Völler. Super authentischer Typ, als Fußballer sowieso, als DFB-Teamchef Anfang der 2000er auch. Als Sportdirektor in Leverkusen immer meinungsstark und auch erfolgreich. Ein Mann, der mit seinem verschmitzten Lächeln und mit seinem Augenzwinkern in der Lage scheint, Probleme zu pulverisieren.

Aber ist er der Richtige, den DFB in die Zukunft zu führen? Dazu ist ein kurzer Rückblick nötig: Nach der erfolglosen WM und dem Ende der Ära Bierhoff wurde eilig eine Task Force eingesetzt, mit alten Bekannten im deutschen Fußball, wobei die Betonung hier auf alt liegt. Prominente Mitglieder, unter anderem die Herren Rummenigge, Sammer, Kahn und Achtung: Völler. Für mich stehen diese Namen nicht gerade für Neues, für Zukunft, fürs Ausmisten und den "ganzen Laden mal auf links drehen". Aber dass diese Runde dann tatsächlich keine bessere Idee hat, als einen aus dem eigenen Expertenrat, Rudi Völler, aus der verdienten Funktionärs-Rente zu holen, ist für mich tatsächlich ein wenig befremdlich. Weitsicht Fehlanzeige.

Warum keine Frau?

Jetzt wird der 62-Jährige Völler den 54 Jahre alten Bierhoff ersetzen. Wo aber sind die jüngeren, charismatischen, zukunftsgewandt denkenden Funktionäre? Oder noch besser Funktionärinnen? Mal eine Frau! Das wäre, ja… wahrscheinlich zu revolutionär.

Jetzt macht der Rudi den Job erstmal. Für die Zeit nach der EM 2024 in Deutschland hätte ich eine Idee: Philipp Lahm und Celia Sasic, beide organisieren aktuell die Euro. Die wissen, wie es geht. Die sind gut vernetzt, die sind jünger und decken beides ab. Die DFB-Männer und DFB-Frauen.

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Achim Scheu

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