Rüdiger jubelt mit Süle und Goretzka. (Foto: IMAGO, IMAGO / AFLOSPORT)

FUSSBALL | WM

DFB-Abräumer Rüdiger: früher VfB Stuttgart, heute Mister Zweikampf

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Patrick Stricker

Bei der Fußball-WM in Katar punktet Deutschland dank Niclas Füllkrug gegen Spanien. Hoffnung macht aber vor allem die Leistung von Antonio Rüdiger, einst beim VfB Stuttgart aktiv.

Die große Niclas-Füllkrug-Show der deutschen Mannschaft, sie hatte einen spielstarken Nebendarsteller: Antonio Rüdiger, 29 Jahre alt, präsentiert sich bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar mehr und mehr als die erhoffte Konstante in der Abwehrkette von Bundestrainer Hansi Flick.

Im zweiten Gruppenspiel gegen Spanien (1:1) am Sonntagabend signalisierte Rüdiger sein Interesse an der Matchwinner-Auszeichnung bereits in der ersten Halbzeit: Das deutsche Team jubelte kurz vor der Pause über die vermeintliche Führung, bei seinem wuchtigen Kopfballtreffer stand Abwehrchef Rüdiger allerdings im Abseits (40. Spielminute). Kurz darauf verzeichnete der Profi von Real Madrid zudem noch eine Schusschance, die Spaniens Torwart Unai Simón ohne Probleme vereitelte.

Seine Kernkompetenz, das bringt der Job eines Innenverteidigers nun einmal so mit sich, lebt Rüdiger ohnehin in der Defensivarbeit aus – und darüber kann die DFB-Auswahl vereinfacht ausgedrückt ganz schön froh sein. Der Rechtsfuß, über Berlin und Dortmund vor elf Jahren im Nachwuchs des VfB Stuttgart gelandet und dort innerhalb weniger Monate zum Bundesliga-Profi gereift, hat sich in Flicks Fußballtruppe einen Ruf als Mister Zweikampf erarbeitet.

Im Laufe der ersten Halbzeit reichte seine persönliche Zweikampfquote nah an die 100 Prozent heran, nach 90 Minuten lag der Wert des gesamten DFB-Teams auch seinetwegen bei 57 Prozent. Wer gegen Spanien den erwartet geringen Ballbesitz verzeichnet (36 Prozent), muss in der Tat ein bisschen mehr kratzen und beißen.

DFB-Remis bei der WM gegen Spanien: Rüdiger regelt

In der deutschen Mannschaft ist Rüdiger das dafür nötige Vorbild, er strahlt neben Einsatzwillen auch Ruhe sowie Souveränität aus – womit er in der Innenverteidigung ganz nebenbei auch noch dem zuletzt verunsicherten Niklas Süle einiges an Sicherheit mitgibt. Mit Blick auf Flicks Wankelmut in Sachen Aufstellung ist das durchaus hilfreich: Im 18. Länderspiel unter Flick gab es zum 15. Mal eine neue Abwehrformation, die so vorher noch nie zusammengespielt hatte.

"Ich bin glücklich für die Mannschaft, wir haben eine gute Reaktion gezeigt", freute sich Rüdiger nach dem Spiel gegen Spanien, das im Vergleich zum 1:2 beim WM-Auftakt gegen Japan eindeutig eine Leistungssteigerung war. Am Donnerstag (20 Uhr) geht es gegen Costa Rica um den Einzug ins Achtelfinale: "Wir haben jetzt einfach ein Finale vor uns und brauchen jetzt drei Punkte." Nicht ausgeschlossen, dass der Nebendarsteller Antonio Rüdiger dann auch vollends in die Hauptrolle schlüpft.

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Patrick Stricker

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