Weder Timo Werner noch der eingewechselte Mario Gomez konnten die Auftaktniederlage der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2018 gegen Mexiko verhindern (Foto: Imago, SWR, Julia Rahn)

Fußball | WM 2018 Werner, Gomez - oder beide gegen Schweden?

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Nach der WM-Auftaktpleite gegen Mexiko muss die DFB-Elf am Samstag gegen Schweden liefern. Stellt sich die Frage, welcher Stuttgarter Stürmer Deutschland zum Sieg schießen soll.

Immer wenn Timo Werner im sonnigen Sotschi im Hotelzimmer die Vorhänge zurückzieht und aufs blaue Meer blickt, dann denkt er "an Urlaub". Von Urlaubsstimmung im DFB-Team kann an der russischen Schwarzmeerküste vor dem zweiten WM-Spiel gegen Schweden jedoch keine Rede sein.

Schließlich hat es nach der Mexiko-Pleite ordentlich gekracht. Von einer „Krisensitzung“ ist sogar die Rede. Krisensitzung, Timo Werner? So krass würde es der gebürtige Stuttgarter nicht ausdrücken wollen: "Nein, das war kein Wachrüttler", so der frühere VfB-Stürmer, "aber es war ein gutes Gespräch zwischen der Mannschaft und den Trainern". Schließlich, so der Torjäger, "kennen wir jetzt die Fehler aus dem Mexiko-Spiel. Wir haben uns darüber unterhalten, offen und ehrlich", sagte Timo Werner, "jeder weiß jetzt, um was es geht am Wochenende, jeder kennt die Marschrichtung".

Schafft es Timo Werner wieder in die Start-Elf?

Ob Timo Werner, vor einem Jahr Torschützen-König beim Confed-Cup, auch gegen Schweden in der Startelf steht, oder ob Mario Gomez vom VfB Stuttgart in der Sturm-Mitte von Beginn an ran darf, ist noch geheime Kommandosache des Bundestrainers. "Ich gehe davon aus, dass ich, wie schon beim ersten Spiel, dabei bin", sagt Werner voller Selbstbewusstsein, "ich bin auch nicht nervös, sondern voller Vorfreude". Möglicherweise lässt Jogi Löw aber auch beide Angreifer gleichzeitig auf die Schweden los.

Dauer

Werner und/oder Gomez? DFB-Stürmertrainer Miroslav Klose hat da seine eigene Meinung: "Es ist nicht wichtig, ob jetzt Timo der Wendige, oder Mario der Kopfballstarke spielen", so der frühere Kaiserslauterer, "es ist wichtig, dass wir die Box besetzt haben mit gleich zwei oder drei Spielern. Und da hilft nur Laufbereitschaft". Gegen Mexiko, verweist der WM-Rekordtorschütze auf die Offensivprobleme im ersten Spiel, "war fast keiner in der Box, weil sich Timo oft kurz angeboten hat. Das darf gegen Schweden natürlich nicht passieren".

Spielt Joachim Löw gegen Schweden mit zwei Spitzen?

Was wiederum für die Variante Werner und Gomez spricht. "Wir wollen nicht den Ball rein stolpern, wir wollen mutig nach vorne spielen", aber, so Timo Werner, "wir müssen aufpassen, dass wir nicht ausgekontert werden". Und ob am Ende Werner und/oder Gomez die Tore schießen, ist auch egal. Hauptsache es wird gewonnen gegen die Schweden. Dann darf Timo Werner gerne auch an Urlaub denken, wenn er am Sonntag in Sotschi die Vorhänge in seinem Hotelzimmer zurückzieht.

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