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Der Karlsruher SC kam vergangene Saison mit einem blauen Auge davon und darf weiter in der 2. Bundesliga spielen. Mit einem Auswärtserfolg bei Greuther Fürth sicherten sich die Badener am Ende Platz 15 und vermieden am letzten Spieltag die befürchtete Relegation. In der neuen Spielzeit heißt das Ziel mal wieder Klassenerhalt.

So lief die vergangene Saison

Auf zwei Siege zum Start folgten drei Niederlagen. Es zeigte bereits früh die fehlende Konstanz des Karlsruher SC während der letzten Saison. Dem Verein fehlte es an Abgeklärtheit vor dem Tor, viele leicht vermeidbare Fehler führten immer wieder zu Punktverlusten. Der Kader war qualitativ nicht breit genug besetzt, das fehlende Geld machte sich hier deutlich bemerkbar. Trainer Alois Schwarz, der in Karlsruhe einen guten Job gemacht hatte, wurde, der neuen Impulse wegen, Anfang Februar freigestellt. Der ehemalige KSC-Profi und bisherige Co-Trainer Christian Eichner übernahm.

Auch unter Interimstrainer Eichner kam erst einmal wenig Ruhe in den Verein. Das lag auch an den Grabenkämpfen in der Führungsetage. Machtkämpfe rund um Präsident Ingo Wellenreuther führten über Monate zu internen Streitigkeiten auf der Geschäftsstelle, eine drohende Insolvenz aufgrund der Corona-Krise kam dazu. Ein Investoren-Bündnis um den aktuellen Vizepräsidenten Martin Müller bot sechs Millionen Euro als direkte Hilfe an, aber nur wenn Präsident Wellenreuther zurücktritt. Am Ende war der Druck für den langjährigen Präsidenten und Bundestagsabgeordneten Wellenreuther zu groß. Er nahm schließlich seinen Hut, Vizepräsident Holger Siegmund-Schulze wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt. Inverstor Müller wurde sein Stellvertreter. Der Klassenverbleib in letzter Sekunde soll der Neuanfang für den KSC werden.

Wer kommt, wer geht

Weg ist auf jeden Fall schon mal Benjamin Uphoff. Die bisherige Nummer eins im Tor wechselte zum SC Freiburg in die Bundesliga. Marius Gersbeck, bisherige Nummer zwei, soll ihn ersetzen. Torjäger Philipp Hofmann ist noch da, doch seine Zukunft ist ungewiss. Mehrere Vereine, darunter wohl auch Union Berlin sollen Interesse am 27- jährigen Angreifer haben. Er selbst soll einem Wechsel offen gegenüber stehen. Das Karlsruhes bulliger Stürmer bleibt, ist eher unwahrscheinlich. Ein neuer Rechtsverteidiger soll in den nächsten Tagen verpflichtet werden und danach soll wohl auch der langjährige Innenverteidiger Daniel Gordon einen neunen Vertrag erhalten. Der 35-Jährige, der in der vergangenen Saison 33 Spiele für den KSC absolvierte, ist derzeit vereinslos, ist aber, nach guten Gesprächen mit dem Geschäftsführer Sport Oliver Kreuzer, guter Dinge, einen neuen Vertrag zu bekommen.

Der Trainer

Christian Eichner hat erst kürzlich seinen ersten Vertrag als Chefcoach unterschreiben. Monatelang hatte er die Mannschaft mit einem Co-Trainer Status trainiert. Erst nach dem erreichten Klassenverbleib wurde ihm ein neuer Kontrakt vorgelegt. Der ehemalige Profi bei Karlsruhe, Hoffenheim, Köln und Duisburg ist ein eher ruhiger Zeitgenosse, der an das Gewissen seiner Mannschaft appelliert. Am Ende der vergangenen Saison und jetzt im Pokalspiel gegen Union Berlin (0:1 nach Verlängerung) konnte man schon die Handschrift des 37-Jährigen erkennen. Der KSC will aggressiver spielen als unter Alois Schwarz, greift hoch an. Der Teamgedanke, auch mal Fehler des Anderen auszubügeln, steht für Eichner ganz oben auf der Agenda.

Die Ziele

Für den KSC gibt es eigentlich nur ein Ziel - und das heißt Klassenverbleib! Alles andere wäre unrealistisch und vermessen. Coach Eichner bringt durchaus auch weiterhin frischen Wind in die Mannschaft und auch die neu geordnete Führungsebene sorgt für Ruhe im Verein. Im DFB-Pokal zeigten die Karlsruher eine sehr gute Leistung gegen den Bundeligisten Union Berlin. Wenn die Mannschaft in der Saison an diese Leistung anknüpfen kann, ist einiges möglich. Doch erst einmal muss der Verein Konstanz zeigen und beweisen, dass die Fehler der vergangenen Saison in der neuen Spielzeit nicht mehr wiederholt werden. Das Fernziel des KSC ist hingegen klar: Irgendwann einmal die Rückkehr ins Fußballoberhaus!

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