Simone Rapp wechselt aus Vaduz zum KSC (Foto: IMAGO, Imago)

Fußball | 2. Bundesliga

Mit Rapp komplett - KSC findet Hofmann-Nachfolger

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Kersten Eichhorn

Der Karlsruher SC hat Torjäger Simone Rapp vom FC Vaduz aus Liechtenstein verpflichtet. Damit ist der KSC im Angriff nach dem Weggang von Philipp Hofmann wieder komplett.

Der Mann ist groß und kräftig. 1,93 Meter misst er vom Scheitel bis zur Sohle. Zumindest äußerlich kann sich Simone Rapp mit Philipp Hofmann vergleichen. Ob der 29-Jährige MIttelstürmer auch sportlich das Zeug hat, den bisherigen KSC-Torjäger zu ersetzen, muss sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.

KSC im Angriff jetzt gut aufgestellt

Oliver Kreuzer, der KSC-Geschäftsführer Sport, ist zuversichtlich: „Simone Rapp besitzt Gardemaß und ergänzt damit unseren Angriff ideal. Mit ihm sowie Fabian Schleusener, Mikkel Kaufmann, Malik Batmaz und Stefano Marino sind wir nun im Sturm vielseitig aufgestellt.“

MIt dem erfahrenen Toremacher Rapp, der vom FC Vaduz aus Liechtenstein verpflichtet wurde, ist der KSC in der vordersten Linie erstmal komplett. Der Schweizer, der beim FC Locarno am Lago Maggiore seine Karriere begann, ist dabei der zweite Neuzugang der Karlsruher für die kommende Runde. Bereits in der vergangenen Woche war der Däne Mikkel Kaufmann (zuletzt an den HSV ausgeliehen, zwei Tore in der vergangenen Saison) vom FC Kopenhagen ins Badische transferiert worden.

Rapp schoss zuletzt 16 Tore in 24 Spielen

Simone Rapp spielte mit Vaduz in der zweiten Schweizer Liga, der sogenannten Challenge League, wo er in der letzten Runde in 24 Spielen immerhin 16 Mal traf. Der Angreifer weiß also, wo der gegnerische Kasten steht, daneben gilt er - wie sein KSC-Vorgänger Hofmann - auch ausgesprochen kopfballstark. Trotzdem tritt Rapp in große Fußstapfen, mit seinen 19 Treffern und seiner energischen Spielweise war Philipp Hofmann in der Saison 2021/22 einer der herausragenden Angreifer der 2. Bundesliga, sein Wechsel nach Ablauf des KSC-Vertrags in die Bundesliga zum VfL Bochum deshalb auch verständlich.

Insgesamt schoss Hofmann in 104 Spielen für die Karlsruher satte 52 Tore. Und schon im ersten Bochumer Test am Samstag gegen den Wuppertaler SV (2:0) war Philipp Hofmann bereits mit seinem zweiten Ballkontakt erfolgreich. Premierentreffer für den VfL.

Der Schweizer freut sich vor allem auf die KSC-Fans

Der Neue, der in Karlsruhe einen Zweijahresvertrag unterzeichnete, lässt sich aber keinesfalls von den enormen Herausforderungen im KSC-Angriff schrecken: "Ich freue mich auf die Fans im Wildpark und auf den tollen Fußball in Deutschland. Den habe ich bisher nur im TV gesehen, umso schöner, dass ich ihn jetzt erleben darf", so Rapp bei seiner Vorstellung, "ich möchte eine konstante Saison in Karlsruhe spielen und dann schauen wir, was möglich ist!“

Bereits im Trainingslager am Ball

Simone Rapp gesellte sich bereits am Samstagabend im Trainingslager des KSC im österreichischen Neukirchen am Großvenediger zu seinen neuen Teamkollegen und wird dort an diesem Sonntag gleich die erste Trainingseinheit im Übungscamp mitmachen. Bis zum 4. Juli werden die Karlsruher im Hochgebirge an sich arbeiten.

Vor seiner Zeit in Vaduz war der frühere Schweizer Juniorennationalspieler unter anderem für den rumänischen Ersztligisten Sepsi OSK, den FC Thun, den FC St.Gallen und den FC Lausanne am Ball. Dabei zeigte sich Simone Rapp vor allem in Thun (113 Spiele / 31 Tore) sehr torgefährlich.

Erster KSC-Test gegen 1860 endete 0:4

Dass der Karlsruher SC Rapp-Treffer dringend benötigt, zeigte sich am Samstag beim Testspiel in Heimstetten auf dem Weg nach Österreich. Gegen den Drittligisten TSV 1860 München unterlag der KSC mit 0:4. Ein deutlicher Fingerzeig, nicht nur für KSC-Cheftrainer Christian Eichner.

Beim Testspiel am 3. Juli in Zell am Ziller gegen den Bundesliga-Aufsteiger Werder Bremen dürfte es dann zum ersten Mal richtig ernst werden für Simone Rapp im KSC-Trikot. Groß und kräftig genug ist er ja, der Neue aus Vaduz.

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Kersten Eichhorn

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