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Am Samstag (13 Uhr) beginnt für den Karlsruher SC bei Hannover 96 die neue Zweitliga-Saison. Schlagzeilen gibt es aber um Philipp Hofmann, der von Union Berlin umworben wird.

Auf gegnerische Verteidiger wirkt dieser Mann regelrecht Furcht einflößend: Er ist groß und kräftig, der Blick im Spiel oft grimmig. Dazu kann er auch noch Tore schießen, vor allem auch Tore köpfen. Philipp Hofmann ist eine echte Wuchtbrumme, und er hat gerade die beste Saison seiner bisherigen Karriere gespielt.

Hofmann markierte in der vergangenen Zweitliga-Runde 17 Treffer und hatte damit seinen ganz besonderen Anteil am Klassenerhalt des Karlsruher SC. "Er ist ein absoluter Fixpunkt in unserem Spiel", schwärmt KSC-Cheftrainer Christian Eichner gegenüber SWR Sport von seinem Torjäger, "für mich passt er wie Topf und Deckel zu diesem Klub".

Hofmann als Ersatz für Andersson zu Union Berlin?

Klar ist aber auch, dass so ein Spieler Begehrlichkeiten weckt. Akut beim Bundesligisten Union Berlin. Weil die "Eisernen" ihren bisherigen Toremacher Sebastian Andersson Anfang der Woche für sechs Millionen Euro an den 1.FC Köln verkauft haben, muss jetzt dringend Ersatz nach Köpenick. Und der Karlsruher Philipp Hofmann würde sich dafür bestens eignen. Denn der Schwede Andersson, vor einigen Jahren auch im Dress des 1.FC Kaiserslautern, ist ein identischer Stürmertyp wie Hofmann: Groß, kräftig, torgefährlich.

Erst am vergangenen Samstag konnten sich die Berliner unmittelbar von den Stärken des KSC-Angreifers überzeugen. Im DFB-Pokal-Duell in Karlsruhe, das Union glücklich in der Verlängerung mit 1:0 gewann, hatte der Bundesligist seine liebe Mühe und Not mit dem kampfkräftigen Philipp Hofmann. Kurz vor dem Siegtor der Berliner sauste ein Hofmann-Kopfball nur Zentimeter am Gästetor vorbei...

Wo liegt die Schmerzgrenze beim Karlsruher SC?

Ein erstes Angebot der Berliner für den 27-Jährigen ist inzwischen im Wildpark eingegangen und prompt von KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer abgelehnt worden. "Union hat uns über das Interesse an Philipp informiert und auch ein offizielles Angebot hinterlegt", so Kreuzer im Gespräch mit der "Bild".

Den aktuellen Marktwert beziffert transfermarkt.de übrigens mit 1,5 Millionen Euro. Es wird gemunkelt, dass die Karlsruher ab einer Transfersumme oberhalb der 3-Millionen-Grenze gesprächsbereit seien. Und auch Hofmann selbst scheint einem Wechsel in der Bundesliga nicht abgeneigt zu sein, soll sogar bereits um seine Freigabe für Berlin gebeten haben. Menschlich verständlich, es wäre noch einmal ein Karrieresprung für den ehemaligen U21-Nationalspieler. Sportlich wie finanziell.

Allerdings "hat der KSC das Heft des Handelns in der Hand", so Trainer Christian Eichner am Donnerstagnachmittag in der KSC-Spieltagspressekonferenz , "deshalb gehen wir damit entspannt um". Philipp Hofmanns Vertrag im Wildpark läuft noch bis 2021 und verlängert sich sogar noch um eine weiteres Jahr, sobald er in der neuen Saison eine gewisse Summe an Pflichtspielen absolviert hat.

Eichner: "Hannover eine der Top-Mannschaften der Liga"

In jedem Fall mit Philipp Hofmann will der KSC am Samstag (13 Uhr) zum Liga-Auftakt bei Hannover 96 an die prima Pokal-Vorstellung gegen die Berliner anknüpfen. Die nächste knifflige Aufgabe für die Badener gegen den selbst ernannten Aufstiegskandidaten aus Niedersachsen, "eine der Top-Mannschaften in der 2. Bundesliga", so Christian Eichner, der die Personalie Hofmann vorerst mit folgendem Statement abschloss: "Am besten wäre es, wenn Philipp Hofmann auch am Samstag in Hannover für den KSC Tore schießt".

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