Spielszene Karlsruher SC gegen Würzburger Kickers (Foto: imago images, imago images / Beautiful Sports)

Fußball | 2. Bundesliga

KSC mit deutlichem Auswärtssieg bei Würzburger Kickers

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Der Karlsruher SC ist mit einem Erfolgserlebnis in das neue Jahr gestartet. Am 14. Spieltag der 2. Bundesliga gewannen die Badener überzeugend bei den Würzburger Kickers mit 4:2. Dabei schoss der KSC kurioserweise alle Tore.

Der Karlsruher SC ist mit Schwung aus der kurzen Winterpause gekommen und hat sich durch den deutlichen Sieg beim Tabellenschlusslicht Würzburger Kickers weiter von den Abstiegsplätzen abgesetzt. Kurios: Alle Tore schossen KSC-Spieler. Benjamin Goller (12.), Marvin Wanitzek (28., 44.) und Jerome Gondorf (48.) trafen für den KSC, die beiden Tore für die Kickers waren Eigentore durch erneut Wanitzek (32.) und Christoph Kobald (67.). Durch den Sieg steht der Karlsruher SC vorerst mit 19 Punkten auf dem achten Tabellenplatz, Würzburg bleibt abgeschlagen Letzter.

Geburtstagskind Goller schießt frühe KSC-Führung

Bereits nach zwölf Minuten ging die Mannschaft von Trainer Christian Eichner in Führung: Mark Lorenz flankte von der linken Seite in den Strafraum, dort kam Benjamin Goller vor Würzburg-Keeper Giefer an den Ball und markierte das 1:0 für die Badener (12. Minute). Einen Tag nach seinem 22. Geburtstag für Goller ein weiterer Grund zum Feiern.

Wanitzek mit Toren auf beiden Seiten

Und der KSC ließ nicht nach und machte weiter Druck auf die Abwehr der Kickers. Die Bemühungen wurden dann in der 28. Minute belohnt: Einen schönen Spielzug in den Strafraum schlossen Mark Lorenz und Marvin Wanitzek mit einem Doppelpass ab, an dessen Ende Wanitzek aus kurzer Distanz zum 2:0 einschieben konnte.

Lange hielt die Freude über das 2:0 aber nicht an: Nur vier Minuten später lenkte Torschütze Wanitzek eine kurz getretene Ecke der Kickers unglücklich ins eigene Tor (32. Minute). Die Gastgeber waren wieder dran.

Seinen Patzer machte Wanitzek kurz vor der Pause mit einer tollen Einzelleistung wieder wett: In der 44. Minute zog der Mittelfeldmann in zentraler Position aus 25 Metern Torentfernung ab, der Schuss landete im linken Toreck. Der KSC ging mit einer hochverdienten 3:1-Führung in die Pause.

KSC nach der Pause in Unterzahl

Und auch nach der Halbzeitpause hatten die Karlsruher noch nicht genug vom Tore schießen: Würzburgs Torwart Giefer klärte außerhalb des Sechzehners vor dem heranstürmenden Philipp Hofmann. Der Rettungsversuch landete allerdings genau vor Jerome Gondorf, der aus knapp 30 Metern zur Drei-Tore-Führung ins leere Tor traf (48. Minute).

Eine halbe Stunde vor Schluss schwächte sich der KSC selbst: Dirk Carlson, der bereits nach einer Minute mit Gelb verwarnt worden war, sah nach einem Foulspiel an der Mittellinie seine zweite gelbe Karte und musste vorzeitig runter (58. Minute).

In Überzahl konnten die Kickers zehn Minuten später verkürzen - erneut mit Unterstützung der Badener. Lukas Fröde blockte einen Würzburger Schuss, von dem sprang die Kugel an das Bein von Christoph Kobald und von dort ins Tor (67. Minute). Es war bereits das zweite Eigentor der Karlsruher in diesem Spiel. Jedoch kamen die Würzburger nicht weiter ran, um den Sieg der Karlsruher in Gefahr zu bringen.

KSC-Coach Christian Eichner: "Wildes Spiel"

"Es war ein ziemlich wildes Spiel, eigentlich untypisch in dieser Konstellation", befand KSC-Coach Eichner nach der Partie: "Ich hatte mit einer engeren Partie gerechnet. Dass wir am Ende alle sechs Tore geschossen haben, war absolut ungewöhnlich."

Wanitzek: "Top-Jahresanfang"

Wanitzek, der Mann des Tages, war nach dem Spielende ebenfalls glücklich. "Dass das neue Jahr so anfängt, ist natürlich top", sagte der Mittelfeldspieler: "Aber vor allem freut es mich für die Mannschaft, dass sie sich heute mit drei Punkten belohnt hat."

Vor dem Spiel: Weiterer Coronafall bei Würzburg

Bereits vor dem Spiel war ein weiterer Coronafall bei den Kickers bekannt geworden. Der Drittliga-Aufsteiger hatte am Samstagvormittag gemeldet, dass ein Kadermitglied der Lizenzspielermannschaft an Covid-19 erkrankt sei. Den Namen des betroffenen Spielers nannte der Klub nicht. Alle weiteren Befunde der Testreihe seien negativ gewesen, weswegen das Spiel gegen den KSC stattfinden konnte. Für das Zweitliga-Schlusslicht ist es der zweite Coronafall binnen weniger Wochen. Nach einer Infektion eines Physiotherapeuten hatten sich Mitte Dezember auf Anordnung des Gesundheitsamtes 14 Spieler in Quarantäne begeben müssen.

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