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Fußball-Zweitligist Karlsruher SC muss seine ohnehin schon geringen Aufstiegshoffnungen wohl endgültig begraben. Im Nachholspiel des 29. Spieltags der 2. Liga kamen die Badener gegen Erzgebirge Aue daheim nicht über ein 0:0 hinaus - und blieben im mittlerweile sechsten Spiel in Serie ohne Sieg.

Der letzte Heimsieg des KSC liegt sogar schon drei Monate zurück. Und nach dem fünften Unentschieden in den vergangenen sechs Spielen haben die Badener bei noch fünf ausstehenden Partien sieben Punkte Rückstand auf Relegationsplatz drei. Die Sachsen hatten den Klassenerhalt bereits vor dem Anstoß sicher. Mit nun 41 Punkten rangieren sie weiterhin im gesicherten Mittelfeld.

Zwei Verletzte nach 20 Minuten

In einer ausgeglichenen, aber chancenarmen Partie mussten beide Teams verletzungsbedingt früh wechseln. Aues Ognjen Gnjatic stürzte unglücklich auf den rechten Arm und musste schon nach acht Minuten mit dem Verdacht auf Ellenbogenbruch raus. 19 Minuten später humpelte Karlsruhes Kyoung-Rok Choi vom Feld.

Die erste Chance der Partie hatte Pascal Testroet per Kopf für die Gäste (5.). Auf der Gegenseite scheiterte Kyoung-Rok Choi mit einem Schlenzer an Keeper Philipp Klewin (13.). Die erste Halbzeit war jedoch über weite Strecken sehr zerfahren, große Torchancen konnte sich darüber hinaus keines der Teams erarbeiten. So ging es mit dem 0:0 in die Halbzeitpause.

Gersbeck hält den Punkt fest

Zur Pause blieb dann auch noch KSC-Stürmer Philipp Hofmann mit Knieproblemen in der Kabine. Im zweiten Durchgang waren die Hausherren aktiver. Nach einem Fehlpass von John-Patrick Strauß war Klewin auch gegen den eingewechselten Benjamin Goller zur Stelle (48.). Die größte Chance für Aue vergab Philipp Riese kurz vor Schluss per Freistoß, den KSC-Torhüter Marius Gersbeck mit einer tollen Parade abwehrte.

Gondorf lobt Einsatz, Eichner bemängelt Offensivleistung

"Vom Einsatz und der Leidenschaft her kann man uns wieder null Vorwurf machen, glaube ich", sagte Jerôme Gondorf. Der KSC-Kapitän und seine Kollegen waren nach 14-tägiger Isolation wegen mehrerer Corona-Fälle erst vorigen Mittwoch wieder ins Training eingestiegen und hatten am Freitag 2:2 gegen Würzburg gespielt. Gegen Aue hätte man vorne nun "besser und zielstrebiger" agieren müssen, so Gondorf.

KSC-Coach Christian Eichner fand nach der Partie klare Worte für die Leistung seiner Mannschaft, vor allem in der Offensive. Es habe "die Präzision und Genauigkeit im letzten Drittel" gefehlt. "Wir waren unsauber, der erste Kontakt war unsauber, der Pass war unsauber. Wir müssen ganz, ganz schnell dazu lernen."

Nächste Spiele gegen HSV, Düsseldorf und Fürth

Den Karlsruhern bleibt nach dem Spiel am Montagabend nur wenig Zeit durchzuatmen. Bereits am Donnerstag müssen die Badener beim Hamburger SV zu einem weiteren Nachholspiel antreten, in der kommenden Woche folgen dann die Partien gegen Fortuna Düsseldorf und Greuther Fürth - binnen zwölf Tagen warten also drei Top-Mannschaften auf den KSC. Ein brutales Programm für Christian Eichner und sein Team.

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