Christian Eichner baut seine Mannschaft nach dem Halbzeit-Rückstand beim Spiel gegen Holstein Kiel wieder auf.

Fußball | 2. Bundesliga

KSC-Trainer Christian Eichner fordert: "Wir müssen zusammenstehen"

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Marcel Fehr
Marcel Fehr auf der CMT

Laute Pfiffe im Karlsruher Wildparkstadion - der Frust beim Karlsruher SC ist groß. Der Negativtrend der hoch gehandelten Karlsruher nimmt nach dem 0:2 gegen Holstein Kiel kein Ende.

Es ist das vierte sieglose Spiel in Serie für den Karlsruher SC - und so langsam ist aus einer leichten eine handfeste Krise geworden. Von einem Zufall kann keine Rede sein, die Kieler Gäste gewannen verdient vor dem frustrierten Heimpublikum der Badener. Die Schwächen in der Defensive und die Verunsicherung der Mannschaft nach dem überraschenden Führungstreffer der Gäste waren deutlich spürbar.

Trainer Christian Eichner: "Wir hätten uns am liebsten eingeschlossen"

Die Vorstellungen der Karlsruher vor Saisonbeginn waren andere als acht Punkte aus den ersten acht Ligaspielen. Trainer Christian Eichner ist deshalb frustriert. "Wir hätten uns das alle anders vorgestellt nach acht Spieltagen. Wir hätten uns am liebsten alle eingeschlossen", so derr KSC-Coach gegenüber SWR Sport. Aufgeben, den Kopf in den Sand stecken und alles hinschmeißen ist laut Eichner aber keine Option.

"Wir müssen der Mannschaft jetzt unsere Unterstützung zukommen lassen. Sie wird sich auf das Trainerteam und die Leute dahinter verlassen können."

Im Spiel gegen Kiel zeigten sich die Karlsruher verunsichert. Der Führungstreffer der Gäste brachte den KSC sofort aus dem Konzept. Eine Krise, die der Mannschaft das Selbstvertrauen nimmt. So sind überraschende Gegentore "Momente, die der Mannschaft zu schaffen machen", erklärt Eichner.

Harte Arbeit für den KSC

Die Krise lässt sich nicht mehr von der Hand weisen. Dass es einen Weg raus gibt, da ist sich Eichner sicher. Seine Mannschaft habe es eigentlich drauf, das würden ihm die ersten 20 Minuten beim Spiel gegen Holstein Kiel zeigen. Für die kommenden Spiele brauche die Mannschaft Halt, harte Arbeit und eine Rückbesinnung auf ihre Stärken: "Wir werden das beeinflussen, was wir beeinflussen können."

Auch KSC-Torwart Patrick Drewes hat das Gefühl, dass die Mannschaft eigentlich gut drauf ist. Das Team sei in der Lage, sich gefährliche Chancen herauszuarbeiten. Beim Spiel gegen Kiel habe das nötige Quäntchen Glück gefehlt: "Es ist oft so in der 2. Liga, dass die Mannschaft, die die ersten Tore macht, klar im Vorteil ist. Und wir rennen dann halt wieder hinterher." Ein Kopfproblem, da ist sich Drewes sicher, habe die Mannschaft aber nicht.

"Wir sind uns seit Wochen im Klaren, woran wir arbeiten müssen. Wir gehen trotzdem mit neuer Energie jede Woche ins Spiel. Die Fans im Rücken, das hat uns auch einen riesen Push gegeben."

Wichtigste Aufgabe: Selbstbewusstsein

Mittelfeldspieler Jerôme Gondorf nennt das Erarbeiten von Selbstbewusstsein als wichtigste Aufgabe der Mannschaft. "Ich weiß, es klingt blöd, aber man darf den Kopf nicht hängen lassen." Die Mannschaft arbeite hart, sei konzentriert und fokussiert. Das müsse der weitere Weg sein: "Anders kommt man aus solchen Situationen nicht raus, das beweist das Leben."

Neue Chance gegen Magdeburg

Beim Auswärtsspiel gegen Magdeburg (7.10, 13 Uhr) hat der KSC die nächste Chance, einen Schritt aus der Krise zu machen. Gondorf blickt optimistisch nach vorne: "Gemeinsam mit den Fans werden wir das meistern."