Christian Eichner, Trainer des Karlsruher SC (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | 2. Bundesliga

KSC-Trainer Eichner: "Wir wollen eine sorgenfreie Runde spielen"

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Seit einer Woche bereitet sich der Karlsruher SC auf die neue Saison in der 2. Bundesliga vor. Trainer Christian Eichner spricht im exklusiven SWR-Interview darüber, welche Erwartungen er an die neue Spielzeit hat, auf welcher Position er sein Team noch verstärken will und wie er die Chancen einschätzt, dass Stürmer Philipp Hofmann dem KSC erhalten bleibt.

Die erste Trainingswoche sei so verlaufen, wie er sie sich vorgestellt habe, sagt Christian Eichner. "Ich bin rundum zufrieden. Wir hatten bis auf zwei, drei kleinere Erkältungen auch muskulär oder verletzungstechnisch kaum ein Problem gehabt. Es war eine rundum gelungene Woche."

Das Gerüst des Kaders steht

Eichner gibt sich entspannt. Was auch daran liegt, dass es dem KSC gelungen ist, den Kader weitestgehend zusammenzuhalten. "Wir haben das ganze Gerüst behalten können aus der Saison. Das ist keine Selbstverständlichkeit." Und bisher sind vier Neuzugänge dazugestoßen: die Flügelspieler Lucas Cueot (Viktoria Köln) und Fabio Kaufmann (Eintracht Braunschweig), Mittelfeldmann Leon Jensen (FSV Zwickau) und Stürmer Fabian Schleusener, der gebürtige Freiburger, der bereits in der Saison 2017/18 für den KSC spielte und vom 1. FC Nürnberg kommt. "Die Jungs müssen ihren Platz finden, das Ganze muss zusammenwachsen", sagt Eichner.

Kommt noch ein Verteidiger?

Womöglich verstärkt sich der KSC noch mit einem weiteren Spieler, bis die Mannschaft dann zum Auftakt der neuen Saison bei Hansa Rostock antritt. Nach dem Abgang des österreichischen Abwehrspielers Kevin Wimmer, der als Leihgabe von Stoke City kam und den die Badener gerne fest verpflichtet hätten, macht sich Eichner Gedanken über einen Ersatz. Wimmer sei ein Spieler, "der ja beide Positionen bekleidet hat, innen als auch außen. Das darf man nicht unterschätzen. Und das ist eine Kombination, die es nicht so oft gibt im Profifußball, dass jemand beides kann und zusätzlich noch einen linken Fuß hat. Und dann sollte er noch erschwinglich sein, also da gibt es so ein paar Parameter." Trotzdem: Eichner betont, er bleibe ganz entspannt.

Eichner: "Ich bin überzeugt, dass Hofi noch lange in Karlsruhe bleibt"

Einen gelassenen Eindruck macht der Trainer der Badener auch, als er auf Stürmer Philipp Hofmann angesprochen wird. In den vergangenen Wochen gab es Gerüchte, Hofmann verlasse den Verein möglicherweise. "Ich kann nur das beurteilen, was ich auch bewerten kann und das ist die Tatsache, dass sich, glaube ich, Hofi sehr sehr wohlfühlt."

Wichtig sei Eichner aber, dass nicht eine ähnliche Situation entstehe wie vor der vergangenen Saison. Da wollte Hofmann in die Bundesliga wechseln, sein Transfer zu Union Berlin scheiterte aber, woraufhin der Stürmer den KSC einen Tag vor dem ersten Saisonspiel informierte, dass er sich nicht in der Lage fühle, aufzulaufen. "Das war sicherlich nicht so optimal für alle, so ein Tag vor dem ersten Spiel. Das hat uns sicherlich auch die eine oder andere Situation gekostet in den ersten drei Wochen, aber das liegt auch in dem Bereich aller Beteiligten, dass das nicht mehr der Fall sein wird. Aber ich bin die ganzen Wochen optimistisch gewesen, bin es auch heute noch und bin überzeugt davon, dass Hofi noch lange in Karlsruhe bleiben wird."

Eichner fordert Einsatz und Laufbereitschaft

Nach dem sechsten Platz in der vergangenen Saison fordert Eichner von seinem Team für die kommende Spielzeit, mit dem gleichen Einsatz und der gleichen Leidenschaft aufzutreten. "Und da müssen wir weiter fleißig und gut sein. Wenn wir da weniger machen, wird es in einer noch schwereren Liga komplizierter für uns, Spiele zu gewinnen. Und wir werden alles dafür tun, diese Dinge zu bestätigen, losgelöst von Punkten und Tabellenplatz. Wir wollen einfach auch wieder eine sorgenfreie Runde spielen."

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