Daniel Gordon (Karlsruher SC) (Foto: imago images, Imago)

Fußball | 2. Bundesliga

Der ewige Gordon: Ein Anführer und Sieg-Garant für den Karlsruher SC

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Mit dem 1:0-Erfolg gegen Paderborn gelang dem Karlsruher SC bereits der dritte Sieg in Serie. Einen wichtigen Anteil am Erfolg hat auch Abwehrchef Daniel Gordon, der lange auf eine Vertragsverlängerung warten musste.

Endlich ist er wieder mittendrin. Und erfolgreich dazu. Beim Sieg des KSC über den Bundesliga-Absteiger Paderborn war Daniel Gordon (35) nicht nur der stabile Abwehr-Stratege, sondern auch der Siegtorschütze zum 1:0 (7. Minute). Eigentlich nicht seine vordringliche Aufgabe: "Als Innenverteidiger bin ich erstmal für die Stabilität zuständig", freute sich der groß gewachsene Abwehrmann, der daneben auch noch an die Latte köpfte, nach Spielende gegenüber SWR Sport, "ich habe alles rein gebracht was ich geben konnte und bis glücklich darüber, dass wir zuletzt so punkten konnten".

Dreimal stand Gordon in der Startelf - drei Siege für den KSC

Drei Siege in Serie stehen für den KSC aktuell zu Buche, auf St.Pauli, in Braunschweig und jetzt gegen Paderborn. Auffallend: Die Serie begann gleichzeitig mit Daniel Gordons Rückkehr in die Startelf. Ein Zufall? Nicht unbedingt. Der KSC hatte zwar trotz der Niederlagen zum Saisonstart nicht schlecht gespielt, aber erst mit dem zweikampf- und kopfballstarken Defensivspezialisten Gordon bekam die KSC-Defensive genau den Tick Sicherheit, der ihr zuvor gefehlt hatte: "Es war aber auch leicht für mich", zeigte sich Gordon gewohnt bescheiden, "denn ich bin in eine gestandene Truppe gekommen, ich musste nur die Lücke füllen. Wir haben uns auch das Quäntchen Glück erarbeitet, das uns vorher gefehlt hatte". Daniel Gordon, sozusagen der aktuelle Sieggarant des KSC.

Der Abwehrspieler war im Sommer noch arbeitslos

Dabei war vor einigen Woche im Hause Gordon die Gemütslage noch eine völlig andere. Daniels Vertrag beim KSC war ausgelaufen, eine Verlängerung konnte sich der Verein Corona-bedingt zunächst nicht leisten. Der Kontakt zum Verein war zwar immer da, zunächst aber mussten von KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer erst andere Kaderlücken geschlossen werden. Der Fußball-Profi Daniel Gordon war den Sommer über arbeitslos, die Zukunft ungewiss. Eine harte Zeit für den 35-Jährigen Abwehrspieler, wie er bei einem Besuch im Studio von SWR Sport Mitte September eindrücklich beschrieb: "Natürlich vermisse ich das Kabinenleben, jeden Tag bei den Jungs zu sein", so Gordon, dem auch der Wettkampf als Fußballprofi fehlte, "weil das am Ende des Tages auch mein Job ist, den ich lebe und gerne mache".

Fitnessstudio statt Fußballtraining

Eine harte Zeit für den Routinier, der aber immer wusste, "dass die Situation auch für die Vereine in diesen Zeiten schwierig ist". Tägliche Waldläufe, Trainingseinheiten im Fitnessstudio, ein bisschen Fußball mit seinem kleinen Sohn Len, mehr ging nicht. Dazu kam der harte Gang zum Arbeitsamt: "Man wünscht sich natürlich nicht, dass das so kommt, aber ich habe Familie. Da muss ich an das große Ganze denken. Zum Glück bietet der Staat da Unterstützung, aber ich hoffe, dass das nicht allzu lange geht", so Gordon im September bei SWR Sport.

Neuer Vertrag bis zum nächsten Sommer

Geduld war gefragt, die sich für Daniel dann aber doch lohnen sollte. Ende September war`s endlich soweit: Der neue Vertrag bis Saisonende lag auf dem Tisch. Die Zusammenarbeit zwischen dem KSC und dem früheren jamaikanischen Nationalspieler konnte weitergehen, eine Win-Win-Situation für alle Seiten. Der Verein hatte seinen erfahrenen Anführer und Abwehr-Strategen zurück, der Spieler wieder einen Job. Zumindest bis nächsten Sommer.

Danach könnte Gordon, wie schon länger geplant, eine andere Position im Verein übernehmen. Möglicherweise im Jugendbereich. Schließlich sind der KSC, bei dem er im achten Jahr spielt, und die Stadt Karlsruhe dem gebürtigen Dortmunder (acht Bundesligaspiele für den BVB) und seiner Familie längst ans Herz gewachsen. Hier fühlen sie sich wohl, hier möchten sie langfristig bleiben.

Daniel Gordon ist beim Karlsruher SC wieder mittendrin. Und das ist gut so.

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