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Dass ein Fußballtrainer aufgrund ausbleibender Erfolge seinen Posten räumen muss, ist keine Seltenheit. Die Umstände der Beurlaubung von Alois Schwartz beim KSC haben aber einen Beigeschmack - und für den erntet der Verein nun Kritik.

Der Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) hat den Karlsruher SC für die Art und Weise der Beurlaubung von Trainer Alois Schwartz scharf kritisiert. "Den Stil finde ich einfach nicht akzeptabel. Dass man sich erst hinstellt, dem Trainer den Rücken stärkt - und ein paar Stunden später ist alles auf einmal anders", sagte BDFL-Präsident Lutz Hangartner am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Der abstiegsbedrohte Zweitligist hatte sich am Montag von Schwartz getrennt, obwohl Sportchef Oliver Kreuzer dem 52-Jährigen nach der 0:2-Niederlage gegen Holstein Kiel am Wochenende noch den Rücken gestärkt hatte. "Müssen wir jetzt den Trainer wechseln? Mit Sicherheit nicht", hatte Kreuzer gesagt. Sein Umdenken habe dann nach dem Spiel auf der Autofahrt nach München eingesetzt, erzählte Kreuzer am Montag. Hangartner kann dieses Verhalten nicht verstehen. "Auf dem Weg dahin fällt ihm dann auf einmal ein, dass es doch anders ist. Das ist für mich kein gutes Miteinander", sagte der BDFL-Chef.

Vergleiche zur Korkut-Entlassung in Stuttgart

Hangartner verglich die Beurlaubung mit der des ehemaligen Stuttgarter Coaches Tayfun Korkut im Oktober 2018. Korkut war damals vom VfB Stuttgart beurlaubt worden, nachdem der ehemalige Sportvorstand Michael Reschke ihm zuvor ebenfalls den Rücken gestärkt hatte. "Die Art und Weise des KSC ist wie damals bei Reschke", sagte Hangartner. "Das ist was, was man einfach nicht nachvollziehen kann."

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