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Zwölf Siege, Tabellenplatz acht und noch drei Nachholspiele vor sich. Der Karlsruher SC spielt eine starke Saison und könnte sogar noch oben angreifen - aber Aufstiegshoffnungen werden von den KSC-Verantwortlichen im Keim erstickt.

Nach zwei Wochen Quarantäne gab der KSC gegen die Würzburger Kickers zuletzt noch einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand - in letzter Sekunde. Trotz fehlenden Mannschaftstrainings auf dem Platz präsentierten sich die Spieler aber ordentlich, vor allem körperlich waren kaum Defizite zu erkennen.

Nach drei Corona-Fällen innerhalb von zehn Tagen musste der gesamte Kader Anfang April für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Um die fehlenden Trainingseinheiten auf dem Platz zu kompensieren, trainierten die Spieler mit Hilfe des Athletiktrainers unter anderem mit Spinning Rädern. Erst zwei Tage vor dem Spiel gegen die Würzburger Kickers durften die Profis wieder auf den Platz.

Sportchef Oliver Kreuzer äußerte sich bei SWR Sport in Baden-Württemberg zu den komplizierten Trainingsumständen. Zwar sei die körperliche Verfassung gegen Würzburg in Ordnung gewesen, doch inwiefern sich die fehlenden Einheiten auf die kommenden Wochen auswirken werden, könne man noch nicht absehen.

Brutales Restprogramm

Nach dem Heimspiel am Abend gegen Aue trifft der KSC binnen zwölf Tagen auf die Top-Mannschaften Hamburger SV, Fortuna Düsseldorf und Greuther Fürth. Dann geht es eine Woche später gegen Holstein Kiel und abschließend nach Heidenheim. Ein brutales Restprogramm für die Mannschaft von Trainer Christian Eichner.

Umso wichtiger scheint die aktuelle Platzierung in der Tabelle. Bis zur coronabedingten Pause waren die Karlsruher stark in das Jahr 2021 gestartet. Seit der Winterpause verloren die Badener nur zwei von 14 Partien. In dieser Zeit kamen bei einigen Fans leise Aufstiegsträume auf. Auch Oliver Kreuzer macht keinen Hehl daraus, dass ein oder andere Mal in Richtung Tabellenspitze geschielt zu haben.

Aufstieg war nie ein Thema

Doch nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg und kommenden, schwierigen Aufgaben ist der Traum in weite Ferne gerückt. Trainer Christian Eichner zeigte sich nach dem Würzburg-Spiel auch wesentlich verhaltener.

Für ihn sei der Aufstieg nie ein Thema gewesen. Man müsse sich bewusst sein, dass es beim KSC in dieser und definitiv auch in der nächsten Saison nur um den Klassenerhalt gehen könne.

Damit gibt der Trainer eine klare Richtung vor. Auch wenn der Aufstieg in Karlsruhe kein Thema ist, ein Heimsieg gegen Aue wäre für die Moral der Mannschaft, nach den zuletzt schwachen Ergebnissen wichtig. Anpfiff im Wildparkstadion ist um 18 Uhr.

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