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Am zweiten Geisterspiel-Wochenende trifft der abstiegsbedrohte Karlsruher SC auf den VfL Bochum. Den Tabellenvorletzten trennen lediglich zwei Punkte vom sicheren Rang 15. KSC-Trainer Christian Eichner sieht seine Mannschaft auf dem richtigen Weg.

Die letzten sieben Tage beim Karlsruher SC waren turbulent: Zunächst trat Ingo Wellenreuther als Präsident zurück, dann hat der Verein vorerst erfolgreich eine Insolvenz abgewendet. Jetzt steht für den KSC an diesem Wochenende wieder das Sportliche im Vordergrund. Die Badener, die derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen treffen am Sonntag (13:30 Uhr) im heimischen Wildparkstadion auf den Tabellenzwölften VfL Bochum. Ein Duell, dass durchaus Spannung verspricht. Zur Erinnerung: Das Hinspiel im Oktober 2019 endete nach einem Last-Minute-Treffer des Karlsruhers Anton Fink 3:3 unentschieden.

KSC-Trainer Eichner lobt den kommenden Gegner

Beide Teams sind am vergangenen Wochenende nach der knapp zweimonatigen Corona-Zwangspause mit einem Sieg erfolgreich in den Saison-Endspurt gestartet. Der KSC besiegte den SV Darmstadt 98 mit 2:0, die Bochumer gewannen souverän 3:0 gegen den 1. FC Heidenheim. KSC-Trainer Christian Eichner zeigt sich zufrieden mit der aktuellen Leistung seiner Spieler. "Wir sind auf dem richtigen Weg", so Eichner. Dennoch weiß der 37-Jährige um die Stärken des Tabellenzwölften aus Bochum. "Ein Verein mit einer solchen individuellen Qualität hat in den unteren Tabellenregionen nichts verloren", so der KSC-Coach.

Damit spricht Eichner vor allem die Offensivreihen der Westfalen an. Hinter den Spitzenklubs aus Bielefeld (51 Tore) und Hamburg (50 Tore) erzielten die Bochumer in der laufenden Spielzeit die meisten Tore (43) in der 2. Liga. Daher sei es laut Eichner wichtig, die gute Form beizubehalten. "Wir müssen auf diesem Weg weitermachen, denn wenn wir am Sonntag ein Stück weit von diesem Weg abweichen, dann ist der Gegner in der Summe zu stark", so Eichner weiter.

Keine Personalprobleme beim KSC

Für das kommende Heimspiel am Sonntag kann der KSC-Trainer nahezu aus dem Vollen schöpfen. Zwar fehlt Jerôme Gondorf aufgrund einer Gelbsperre, jedoch wiege dieser Ausfall nicht schwer. "Wir sind momentan in der glücklichen Lage, dass wir sowohl taktisch als auch personell reagieren können. Das heißt, wir können mit zwei Sechsern spielen oder den Ausfall vom Personal her 1:1 auffangen", so der Karlsruher Trainer. Stürmer Anton Fink, der Held beim 3:3 aus dem Hinspiel, muss sich auch nach der Corona-Krise wohl weiter mit seiner Ersatzrolle beim KSC abfinden. Er sei eher "der Mann für spezielle Momente im Spiel", so Eichner.

In der Innenverteidigung muss sich der KSC-Coach zwischen Daniel Gordon, David Pisot und Rückkehrer Christoph Kobald (Gelbsperre) entscheiden. "Deswegen habe ich da ein Problem. Es wird vielleicht eine berühmt-berüchtigte Bauchentscheidung am Sonntagmorgen werden", so der 37-Jährige.

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