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Wer wird neuer KSC-Boss und damit Nachfolger von Ingo Wellenreuther? Fünf Bewerber stellen sich am Donnerstagabend in einer virtuellen Mitgliederversammlung zur Wahl.

Die Anspannung steigt unter den fünf Bewerbern für das Präsidentenamt beim Fußball-Zweitligisten. Am Donnerstag Abend ab 18 Uhr treffen sich die Kandidaten in den Räumlichkeiten eines Sponsors. Dann werden die Vereinsmitglieder per Internet zugeschaltet. Bevor die Wahl über die Bühne gehen wird, können die Mitglieder ihre Fragen loswerden.

Mit ihren Antworten können diese fünf Kandidaten dann noch einmal punkten: Dorotheé Augustin, die einzige weibliche Bewerberin, Axel Kahn, Unternehmer und älterer Bruder von Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn, Ex-KSC-Profi und Manager Rolf Dohmen, Vizepräsident Holger Siegmund-Schultze und Unternehmer Kai Gruber. Die größten Chancen werden dem aktuellen Vizepräsidenten Siegmund-Schultze eingeräumt.

Die Bewerber hatten sich vielen KSC-Fans bereits am vergangenen Sonntag auf einer außergewöhnlichen Kandidatenschau vorgestellt. Diese war von den "Supporters", dem Dachverband der KSC-Fans, organisiert worden. Außergewöhnlich war diese Schau deshalb, weil sie beim Autokino am Karlsruher Messplatz stattfand. Etwa 350 Fans waren gekommen. Mit Popcorn und einem kühlen Getränk machten sie es sich in ihren Autos gemütlich und drehten das Radio an. Auf der Frequenz 103,3 waren die Kandidaten dann zu hören.

Drei Stunden ohne eindeutigen Gewinner

Diese Fünf stellten sich den Fragen der Fans, die entweder aus den Autos vor Ort kamen oder aus dem Netz, da die Veranstaltung live im Internet übertragen wurde. Drei Stunden dauerte dieses Frage-und-Antwort-Spiel. Kontrovers diskutiert wurde selten. Ein eindeutiger Gewinner unter den fünf Bewerbern kristallisierte sich nicht heraus.

Der ehemalige KSC-Präsident Ingo Wellenreuther hatte Mitte Mai sein Amt im Streit geräumt. Am Donnerstag (30.7.) wollen die Mitglieder des Karlsruher SC auf einer außerordentlichen Versammlung online seinen Nachfolger wählen.

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Die KandidatInnen im Überblick

Die Präsidentschafts-Kandidaten beim KSC

Axel Kahn (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Axel Kahn: Der ältere Bruder von Fußball-Legende Oliver Kahn spielte einst selbst für den KSC in der 2. Bundesliga (1986/1987). Heute ist Axel Kahn Inhaber einer Karlsruher Werbeagentur sowie Gründer und Geschäftsführer der Networking-Plattform „PIXX Lounge“. Vergangenes Jahr veröffentlichte er sein erstes Buch „Das Kahn-Gen. Mensch – Macher – Networker“. Als möglicher neuer Präsident will Kahn dem KSC eine neue DNA verschaffen und vereint wieder an ein Ziel glauben. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Dorotheé Augustin: Die 36-jährige Offenburgerin ist die große Unbekannte in der Kandidatenliste. Augustin ist Polizeibeamtin, seit 2014 Mitglied des KSC und leidenschaftlicher Fan der Badener. Durch ihre Kandidatur ist sie gleichzeitig die erste weibliche Anwärterin für das Präsidentenamt in der KSC-Historie. Als mögliche neue Präsidentin will Augustin vor allem das Familienangebot an Heimspieltagen erweitern und den Schritt wagen, dass Frauen in der Fußball-Welt eine größere Präsenz einnehmen. Bild in Detailansicht öffnen
Holger Siegmund-Schultze: Der 53-Jährige ist Unternehmer im Bereich Projektmanagement und Immobilien und seit Herbst 2016 Vize-Präsident des KSC. Als möglicher neuer Präsident will er den seit rund zwei Jahren andauernden Veränderungsprozess, den er selbst mit initiiert hat, erfolgreich fortführen. Der Familienvater wird vom „Bündnis KSC“ unterstützt, einer Investorengruppe, die den KSC vor der Insolvenz gerettet hat. Daher gilt er als Favorit für das Amt des neuen KSC-Präsidenten. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Kai Gruber: Der 57-Jährige Rastatter ist Unternehmensberater und einer der Sponsoren des Karlsruher SC. Im Herbst 2019 kandidierte Gruber bereits erfolglos für das Amt des KSC-Vize-Präsidenten. Des weiteren ist er 1. Vorstandsvorsitzender beim Amateur-Fußballverein FV Steinmauern. Als möglicher neuer KSC-Präsident will Gruber sein Knowhow und sein Netzwerk in der Industrie für den Verein einsetzen, um diesen somit wieder in eine bessere wirtschaftlichere und damit wettbewerbsfähigere Lage zu bringen. Karlsruher SC Bild in Detailansicht öffnen
Rolf Dohmen: Der gebürtige Kreuzauer absolvierte Anfang der 1980er Jahre 59 Bundesliga-Spiele für den KSC. Von 2002 bis 2009 fungierte der heute 68-Jährige als Manager beim KSC und führte den Klub im Jahr 2007 zurück in die Bundesliga. Als möglicher neuer KSC-Präsident will Dohmen den Verein wiedererstarken und auch wieder die Nähe zur Stadt finden. Der Rentner gab jedoch zu verstehen, dass er sich im Fall der Fälle auch für das Amt des KSC-Vize-Präsidenten zur Verfügung stellen würde. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen

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