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Nach dem dritten Corona-Fall innerhalb von zehn Tagen musste der Karlsruher SC die Notbremse ziehen. Der gesamte Kader sowie das Trainerteam befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Bis zum 20. April geht erst mal nichts, beim KSC. "Ein Mannschaftstraining findet im Moment nicht statt", erklärt Sportdirektor Oliver Kreuzer im SWR-Interview. Der Trainingsplatz ist verwaist. Nach dem dritten Coronafall innerhalb von zehn Tagen befinden sich Profis und Trainer in häuslicher Quarantäne. "Wir treffen bestmögliche Vorbereitungen, dass die Spieler zuhause mit Trimmrädern oder Iso-Matten ihre Übungen machen können", so Kreuzer. Mehr gehe im Moment nicht.

"Wir müssen mit der Situation umgehen"

Rund sieben Wochen vor Saisonende stehen dem Karlsruher SC also schwierige Wochen ins Haus. Nach Ende der Quarantäne bleiben dem KSC nur etwas mehr als vier Wochen Zeit, um das Restprogramm abzuspulen. Sieben Spiele stehen dann im Terminkalender der Badener: "Das ergibt einen sehr engen Terminplan", weiß Kreuzer, der zumindest öffentlich keinen Corona-Frust zulässt: "Ich glaube, wir sind gut durchgekommen in den letzten Monaten. Jetzt ist es so. Wir müssen mit der Situation umgehen", versucht Kreuzer das Unumgängliche zu akzeptieren.

"Es ist von Gesundheitsamt zu Gesundheitsamt verschieden"

Dennoch: der Blick auf ähnliche Fälle bei der Konkurrenz wirft Fragezeichen auf. Der FC Bayern beispielsweise tritt am Mittwochabend in der Champions League gegen Paris St Germain an - trotz positivem Corona-Test bei Nationalspieler Serge Gnabry. Auch Drittligist Kaiserslautern musste am Dienstagabend einen Coronafall bekanntgeben. Dennoch kann das Nachholspiel gegen den FSV Zwickau am Mittwochnachmittag stattfinden.

"Es ist von Gesundheitsamt zu Gesundheitsamt verschieden", gibt Kreuzer im Interview zu, "aber trotzdem - wir müssen ja unserem Gesundheitsamt Glauben schenken." Nach zwei positiv getesteten Spielern habe man bereits in der letzten Woche Glück gehabt, "dass wir das Spiel gegen Osnabrück durchführen durften. Jetzt kam ein dritter Spieler hinzu. Deswegen war mir eigentlich klar, dass wir jetzt in Quarantäne müssen".

Der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes Karlsruhe, Dr. Ulrich Wagner, erklärt gegenüber dem SWR die Entscheidung, das gesamte KSC-Team in Quarantäne zu schicken: "Es war relativ einfach zu sagen, dass es Termine gegeben hat, an denen das ganze Team teilgenommen hat - und auch in einer Form, in der man sagen muss: ohne Schutz." Deswegen sei es einfach gewesen, die ganze Mannschaft in Quarantäne zu schicken.

Trotz Corona - 50 Punkte bleiben das Ziel

Abschreckende Beispiele wie der Abstieg von Dynamo Dresden nach einem coronabedingten Mammut-Programm an den letzten Spieltagen der vergangenen Saison, scheinen für KSC-Sportdirektor Kreuzer vorerst kein Thema zu sein. Das Ziel bleiben weiterhin die 50 Punkte, so Kreuzer: "Es gilt nicht zu jammern, sondern da müssen wir jetzt einfach durch."

Mittlerweile hat die DFL die KSC-Spiele bei Fortuna Düsseldorf (10. April) und gegen Erzgebirge Aue (17. April) offiziell abgesetzt. Ob auch die Begegnung am 30. Spieltag beim Hamburger SV (20. April) betroffen sein wird, ist noch offen.

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