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Auf den Karlsruher SC wartet am Montagabend in Düsseldorf das vierte Spiel in elf Tagen. Beim 1:1 in Hamburg zeigte der älteste KSC-Spieler mal wieder seine Bedeutung: Daniel Gordon.

Nach der Corona-Zwangspause samt nachträglicher Geldstrafe ist der Karlsruher SC auf der Suche nach einem Erfolgserlebnis: seit sieben Spielen gab es für den Tabellenachten aus dem Wildpark in der 2. Liga keinen Dreier. Andererseits verloren die Karlsruher auch erst zwei Mal im Jahr 2021.

Anteil daran hatte zuletzt auch das KSC-Urgestein in der Abwehr: Daniel Gordon. Nach seinem Tor zum 1:1-Endstand gegen den HSV hatte Trainer Christian Eichner seinem Oldie ein dickes Lob ausgesprochen, vor dem Montagsspiel bei Fortuna Düsseldorf unterstrich der nur zwei Jahre ältere Coach nun erneut Gordons Bedeutung für die Mannschaft.

Dosierte Einsätze für den Spielversteher Daniel Gordon

"Daniel versteht das Spiel", lobt Eichner seinen deutsch-jamaikanischen Innenverteidiger. "Je mehr Spieler du hast, desto besser wird das Spiel." Klingt nach einer einfachen Rechnung. "Und jetzt Achtung", untersreicht Eichner mit mahnendem Unterton eine Eigenschaft, die er an Gordon offenbar besonders schätzt: "Er weiß auch, was er nicht kann." Und das scheint Daniel Gordon mit fortgeschrittenem Alter wohl manch anderem Profi voraus zu haben: Er kaschiert seine Schwächen.

Zwölf Einsätze, davon acht von Beginn an, stehen auf Gordons Einsatzzettel in dieser Saison. Vor seinem 90-Minuten-Einsatz am Donnerstag beim HSV stand der gebürtige Dortmunder Gordon zuletzt Ende Januar beim 1:0-Sieg gegen Hannover in der Karlsruher Startelf. Die Erfolgsformel für Daniel Gordon ist laut Eichner "ein gutes Wechselspiel": sprich viel Regeneration zwischen seine Einsätzen, eine gut dosierte Auswahl an Spielen.

"Dieser alte Sack wird immer besser"

Schon nach dem Unentschieden samt Gordon-Tor in Hamburg hielt Christian Eichner ein Plädoyer für den ältesten Spieler im KSC-Kader. "Ich glaube, dass es immer wieder die Frage gibt, ich drücke es mal ganz platt aus: 'Was wollt ihr denn mit dem alten Sack noch?'", sagte der Trainer des Karlsruher SC und verteidigte den 36-Jährigen auch gegen Kritik: "Dieser alte Sack wird immer besser. Dieser alter Sack ist nicht nur ein Kabinenspieler, der ist nicht nur für die gute Laune zuständig im Team."

Gordon für Trainer Eichner "der beste Kopfballspieler der 2. Liga"

"Er ist noch einer von der alten Schule, der die Werte jeden Tag mit Leben füllt, der es als Privileg erachtet, noch als Fußballprofi unterwegs zu sein", sagte Eichner erfreut über Gordons zweites Saisontor. Für den Trainer ist der 36-Jährige "der beste Kopfballspieler der 2. Liga."

Gegner Düsselorf attestierte Christian Eichner "mit den besten Kader in der Liga", doch kleine Ergebnisrückschläge machten eine bessere Position im Aufstiegsrennen zunichte.

KSC könnte Aufstiegsrennen gehörig durchmischen - Hofmann wieder ift

Gegen Düsseldorf wird Topstürmer Philipp Hofmann wieder mit von der Partie sein. Fehlen wird hingegen Benjamin Goller mit Knieproblemen, Philipp Heise ist nach seiner Gelbsperre wieder zurück, Robin Bormuth und Lukas Fröde müssen wegen ihrer Quarantäne nochmal aussetzen. Düsseldorf, Fürth, Kiel und Heidenheim heißen die KSC-Gegner bis zum Saisonende. Die Badener könnten das Aufstiegsrennen also noch gehörig durchmischen.

Für Christian Eichner sind das allesamt Highlight-Spiele. Und der Trainer wird genau wissen, für welche(s) dieser Highlights er seinen Abwehr-Oldie Daniel Gordon reaktiviert. Und in welchem Spiel Gordon zeigen darf, dass er das Spiel auch mit - oder gerade wegen - seiner 36 Jahre noch immer hervorragend versteht.

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