Der Karlsruher SC bejubelt den Siegtreffer von Philipp Hofmann in Osnabrück (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Fußball | 2. Bundesliga

Der Karlsruher SC trumpft immer stärker auf - wohin führt der Weg?

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Der Karlsruher SC bewies in Osnabrück Moral und gewann zum vierten Mal in Serie - zum ersten Mal seit 15 Jahren. Die Aufstiegsränge der 2. Bundesliga sind auf einmal deutlich näher als die Abstiegsplätze. Doch die Badener bleiben bescheiden.

An Auswärtsreisen nach München, Dortmund oder Leipzig denkt beim Karlsruher SC noch niemand. Er hoffe, dass man sich "nächstes Jahr hier an gleicher Stelle wieder treffen" werde, sagte Trainer Christian Eichner nach dem 2:1 (0:1) seiner Mannschaft beim VfL Osnabrück - und meinte damit ziemlich sicher die 2. Bundesliga.

"Die ganzen letzten Wochen fühlen sich sehr ordentlich für uns an. Damit kommt so ne gewisse Leichtigkeit rein", sagte KSC-Coach Eichner im exklusiven Interview mit SWR Sport. Die Serie sei erfreulich, der Ex-Profi wollte diese aber auch nicht überbewerten. Klar sei aber auch: "Die Jungs wollen mehr."

"Es gibt keine klassischen Auswärtsspiele mehr"

Schön sei aber, dass man drei Mal auf fremden Platz gewonnen habe. "In diesem Sinne gibt es keine klassischen Auswärtsspiele mehr", sagte Eichner: "Wenn Zuschauer da sind gibt es ganz andere Spiele. Das ist für Auswärtsmannschaften sicher kein Nachteil."

Wohin führt der Weg des KSC?

Auch Siegtorschütze Philipp Hofmann wollte über nichts anderes als den Klassenverbleib reden. Dabei werfen die aktuelle Erfolgsserie der Badener und der Blick auf die Tabelle durchaus die Frage auf: Wo soll das eigentlich noch hinführen? Erstmals seit mehr als 15 Jahren gewann der KSC nun wieder vier Zweitliga-Partien in Serie. Mit diesem beeindruckenden Zwischenspurt baute er seine Punktzahl nach dem schwachen Saisonstart innerhalb eines Monats von vier auf 16 aus, liegt nach zehn Spieltagen nun überraschend weit vor den Abstiegs- und stattdessen plötzlich sogar dicht hinter den Aufstiegsplätzen.

Eichner: "Wenn du das Glück auf deiner Seite hast"

"Wenn du das Glück so ein bisschen auf deiner Seite hast, gewinnst du solche Spiele", sagte Coach Eichner nach der umkämpften Partie in Osnabrück. Bei den Niedersachsen wurde neben Torhüter Marius Gersbeck in der Schlussphase auch Torjäger Hofmann einmal mehr zum Matchwinner. Nicht einmal eine Minute, nachdem Karlsruhes Keeper bei einer Großchance des Osnabrückers Luc Ihorst glänzend pariert hatte, traf der beste Stürmer der Badener auf der Gegenseite im Nachsetzen zum umjubelten Auswärtserfolg (89. Minute).

"Das zeigt einfach den Charakter der Mannschaft"

"Wir haben einfach dran geglaubt, und ich wusste, dass wir noch eine Chance bekommen", sagte Hofmann: "Dass wir Spiele drehen können, haben wir schon oft bewiesen. Das zeigt einfach den Charakter der Mannschaft."

Osnabrücks Verteidiger Timo Beermann hatte in einer ausgeglichenen Partie per Kopf nach einem Freistoß das erste Tor erzielt (28. Minute). In der Folge verpassten es die Niedersachsen jedoch nachzulegen. So blieb der KSC im Spiel und kam durch Joker Dominik Kother, der einen Kopfball des ebenfalls eingewechselten Babacar Guèye aus kurzer Distanz über die Linie drückte, zum Ausgleich (77.).

In einer spektakulären Schlussphase traf nach einem Konter und nach Vorarbeit von U21-Nationalspieler Kother dann auch noch Hofmann - zum fünften Mal in dieser Saison und zum fünften Sieg des KSC. Die Badener dürfen somit den Blick vorerst nach oben richten.

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