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Nur ein Jahr nach dem Beinahe-Abstieg findet sich der Karlsruher SC im oberen Tabellendrittel der 2. Fußball-Bundesliga wieder. Sportchef Oliver Kreuzer will sich von der starken Saison aber nicht verleiten lassen. Der Etat bleibt klein, die Kaderplanung knifflig.

Trotz aller Freude über das 2:1 (1:0) beim 1. FC Heidenheim als Schlusspunkt einer starken Saison hob Sportchef Oliver Kreuzer vom Karlsruher SC vorsorglich schon mal den mahnenden Zeigefinger. "Auch nächste Saison kann es für uns nur Klassenerhalt heißen. Das muss man wissen. Auch, wenn wir diesmal als Sechster abgeschlossen haben", sagte der 55-Jährige nach dem Spiel am Sonntag.

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Kreuzer: Immer realistisch sein

Tabellenplatz sechs - ein gewaltiger Sprung, den Kreuzer allerdings einzuordnen weiß. "Man darf nicht anfangen zu träumen. Man muss immer wieder realistisch sein", sagte er und stellte sich mit Blick auf die neue Spielzeit direkt selbst ein paar wichtige Fragen. "Wie schaut die Liga aus? Was hast du für Gegner? Was hast du für Möglichkeiten?"

Corona schlägt auf Etat

Die finanziellen Möglichkeiten bleiben weiter bescheiden. Der KSC verbucht ein Corona-Minus von mindestens sechs Millionen Euro und muss weiter sparen. "Es gab in dieser Saison einen Verein, der am Ende weniger Etat hatte als wir. Und das war der VfL Osnabrück", sagte Kreuzer. Die Niedersachsen landeten zehn Plätze hinter den Karlsruhern und müssen nun in der Relegation weiter um den Ligaverbleib kämpfen.

Konkurrenz wird prominenter

Der bleibt trotz des sportlichen Aufschwungs unter Trainer Christian Eichner auch für den KSC auf absehbare Zeit das oberste Ziel. "Wir müssen aufpassen, dass wir einen einigermaßen vernünftigen Etat zustande bringen. Der Etat, den wir diese Saison hatten, den sollten wir schon halten", sagte Kreuzer. Schließlich wird die Konkurrenz in der Liga nicht kleiner und das Teilnehmerfeld durch die dazu kommenden Absteiger Werder Bremen und FC Schalke 04 sowie die Aufsteiger Dynamo Dresden und Hansa Rostock sogar noch prominenter. "Wer sich das Tableau mal angeguckt hat, weiß, was für eine Herausforderung da auf einen Club wie uns zukommt", sagte Eichner.

Kein Urlaub für Kreuzer

Während sich Mannschaft und Betreuerstab in einen vierwöchigen Urlaub verabschieden, hält Kreuzer im Wildpark die Stellung und widmet sich der kniffligen Kaderplanung. Die Flügel bereiten ihm dabei wieder die größten Sorgen. "Stand heute haben wir auf den Außenbahnen nur zwei Spieler: Dominik Kother und Marc Lorenz. Das ist die Baustelle, auf der wir den dringendsten Handlungsbedarf sehen", sagte der Sportchef. Mit zwei, drei neuen Spielern will er dort nachrüsten. Vielleicht wird dabei auch Benjamin Goller wieder ein Thema, dessen Leihe aus Bremen beendet, die Frage nach seiner Zukunft aber ungeklärt ist.

KSC will noch einen Stürmer

Gesucht wird nach dem Abgang von Babacar Gueye auch ein Stürmer. Der Verbleib von Toptorjäger Philipp Hofmann ist trotz Vertrags bis Ende Juni 2022 nicht sicher. "Wir müssen schauen, dass wir die wenigen Mittel, die wir haben, gut einsetzen. Und dann wird es darauf ankommen, dass wir mit der gleichen mannschaftlichen Geschlossenheit auftreten", betonte Kreuzer. "Wir haben eine tolle Entwicklung genommen und auch manchmal das notwendige Quäntchen Glück gehabt. Das hat aber meistens der Tüchtige und wir waren tüchtig."

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