Christian Eichner (Trainer Karlsruher SC) vor dem Spiel gegen 1. FC Kaiserslautern (Foto: IMAGO, IMAGO / Eibner)

Fußball | 2. Bundesliga

KSC verliert auch beim FCK: Beginnt jetzt eine Diskussion um Trainer Christian Eichner?

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Günther Schroth

Das 0:2 des Karlsruher SC beim 1. FC Kaiserslautern war die sechste Niederlage in Folge. Trotz guter Spielkritiken wird sich die übliche Trainer-Diskussion nicht vermeiden lassen.

Am 7. Oktober hat der KSC das letzte Mal ein Fußballspiel gewonnen, ein 2:1 in Bielefeld. Seither verlor das Team von Trainer Christian Eichner nur noch. Auch am Dienstagabend in Kaiserslautern, mit 0:2. Die fünfte Niederlage in Folge in der Liga, sechs sogar, wenn man die Pokal-Niederlage gegen Sandhausen mitzählt.

Ein Nackenschlag für den KSC

Die Pleite in Kaiserslautern war ein Nackenschlag von der sehr harten Sorte. Denn die Karlsruher waren die mutigere und aktivere Mannschaft in diesem Südwestduell, erspielten sich vor allem in der ersten Hälfte klare Vorteile.

Eichner: Das Spiel hat gezeigt, "an welchen Dingen wir arbeiten müssen"

Am Ende verlor das Team von Coach Eichner dennoch mit 0:2 (0:1). Terrence Boyd (34. Minute) und Kenny Prince Redondo (86.) besiegelten mit ihren Toren die Niederlage der Nordbadener.

"Ich glaube, die Mannschaft hat verloren, die mehr für's Spiel investiert hat. (...) Entscheidend ist, was in diesem Rechteck mit dem Netz drin passiert", so Eichner nach der Partie.

Damit spielt der Trainer auf die zahlreichen Chancen an, die seine Mannschaft zwar hatte - die aber allesamt vergeben wurden. Stattdessen fiel aus dem Nichts heraus das Gegentor zum 0:1. "Wir müssen einfach in Führung gehen. Und dann muss der Gegner aus seiner Komfortzone heraus, wo er auch sehr, sehr gut ist. (...) Das zeigt, an welchen Dingen wir arbeiten müssen", bilanzierte Eichner.

Eichner: "Jetzt ist es maximal schwer"

Gerade mal drei Punkte ist der KSC derzeit vom Tabellenletzten Bielefeld entfernt. Und es stellen sich die ersten Fragen nach dem Trainer, auch wenn der Christian Eichner heißt und quasi ein KSC-Eigengewächs ist. Der Coach jedenfalls stellte sich auch nach der sechsten Niederlage in Folge zum Interview, das er zur klaren und präzisen Analyse nutzte. Die Niederlagen-Serie steckt natürlich auch ihm in den Knochen. "Jetzt ist es maximal schwer. Da müssen wir durch, als ganzer Klub. Und wer mir zugehört hat, die ganze Runde, der weiß, dass das nicht zwingend überraschend ist."

Wie also bewertet Eichner seine eigene Lage? "Der Klub wird sicherlich nicht weitermachen, weil ich Christian Eichner bin, sondern (...) wenn er inhaltlich von meiner Arbeit überzeugt ist", so der Trainer. Er jedenfalls werde sich immer vor seine Mannschaft stellen, wenn sie sich weiter so verhält wie im Spiel gegen Kaiserslautern.

Seine Spieler haben bald Gelegenheit, ihm dieses Vertrauen zurück zu geben. Am kommenden Samstag (13 Uhr) ist der FC St. Pauli zu Gast - da kann man dann die Niederlagen-Serie beenden. Am besten mit einem Sieg für den Trainer.

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Günther Schroth

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