Manuel Stiefler, Alexander Groiss und Marvin Wanitzek freuen sich auf die Zweitliga-Saison mit dem KSC (Foto: Imago, imago images / Carmele/tmc-fotografie.de)

3. Liga | Karlsruher SC So plant der Karlsruher SC für die 2. Bundesliga

Zwei Jahre nach dem Abstieg ist der Karlsruher SC in die 2. Bundesliga zurückgekehrt. Zur Zeit laufen intensiv die personellen Vorbereitungen für die neue Saison.

Der neue Stürmer ist eine Wucht: 1,95 Meter groß, 90 Kilo schwer, Philipp Hofmann ist in der Tat eine imposante Erscheinung. Der Karlsruher SC hat in dieser Woche den blonden Angreifer vom Drittligisten Eintracht Braunschweig verpflichtet. Ein echtes Schnäppchen aufgrund seiner Vita. Der 26-Jährige bringt viel höherklassige Erfahrung aus Schalke, Paderborn, Ingolstadt und Kaiserslautern mit, spielte auch für Deutschlands U21-Nationalteam. Für Braunschweig schoss Philipp Hofmann letzte Saison elf Tore, war mit seinem Durchsetzungsvermögen ein Schreckgespenst für so manchen Verteidiger in der Liga, auch für die des KSC: "Er ist ein kantiger Zielspieler, der vorne auch mal die Bälle halten kann und zwei Abwehrspieler auf sich zieht", schwärmt Karlsruhes Sportdirektor Oliver Kreuzer (53) gegenüber SWR Sport von der Körperlichkeit seines neuen Angreifers.

Es bleibt nicht bei drei Neuzugängen

Philipp Hofmann ist mit seiner Art, wie er Fußball interpretiert, ein ganz wichtiges Puzzle-Teil für die neue Mannschaft des Karlsruher SC. "Wir sind mitten in der Kaderplanung", bestätigt Oliver Kreuzer, dass Hofmann nicht der letzte neue Spieler sein wird.

Weil sich aber die meisten Verträge des Drittliga-Kaders auch für die 2. Bundesliga verlängert haben, geht es für Kreuzer weniger um einen größeren Umbau, sondern vor allem um die Feinjustierung. Will sagen: Der KSC will noch die eine oder andere Verstärkung an Land ziehen. Vor Philipp Hofmann hatten die Badener bereits den luxemburgischen Linksverteidiger Dirk Carlson von Grasshopper Zürich und Lukas Fröde (MSV Duisburg) verpflichtet. "Wir sind noch dran an verschiedenen Personalien, und es wird auch noch der eine oder andere Spieler kommen", so Kreuzer zu den personellen Plänen der nächsten Tage und Wochen.

Kreuzer: "Nullkommanull Anfragen für Marvin Pourie´"

Gerüchten, dass Top-Torjäger Marvin Pourié demnächst nicht mehr beim KSC, sondern womöglich für einen englischen Verein spielt, erteilt Kreuzer eine klar Absage. "Wir gehen fest davon aus, dass Marvin Pourié in der nächsten Saison für uns spielt. Es gibt null komma null Anfragen für Marvin, auch nicht aus England." Auch ein Denkmodell, dass die Verpflichtung von Stürmer-Neuzugang Philipp Hofmann eine Art Vorgriff auf einen möglichen Weggang von Marvin Pourie sein könnte, lässt Kreuzer nicht zu: "Die beiden sind ganz unterschiedliche Stürmer-Typen, sie können auch gemeinsam spielen".

Mit Marvin Pourié, mit Drittliga-Rekordtorjäger Anton Fink und mit Neuzugang Philipp Hofmann jedenfalls wären die Karlsruher für die 2. Bundesliga im Angriff bestens besetzt. Und auch in anderen Bereichen wird es also laut Sportdirektor Kreuzer noch die eine oder andere Nachbesserung geben.

Markus Miller kommt als Torwarttrainer zurück

Eine wichtige Ergänzung gab es auch im Trainerteam. Ex-Bundesliga-Keeper Markus Miller kehrt als Torwarttrainer zurück in den Wildpark: "Er wird unsere Torhüter ideal einstellen und entwickeln", ist Oliver Kreuzer überzeugt. Der 37-jährige Miller stand zwischen 2003 und 2010 insgesamt 196 Mal im KSC-Tor und freut sich über sein Karlsruhe-Comeback: "Ich bin hier groß geworden. Der Verein hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin".

Trainingsauftakt ist am 23. Juni

Am Sonntag in einer Woche ist Trainingsauftakt im Wildpark. Die Vorfreude beim KSC auf die neue Saison ist riesengroß, vor allem auch auf die ewig brisanten Duelle mit dem VfB Stuttgart: "Das ist kein Spiel wie jedes andere", kennt Ex-Bundesligaspieler Oliver Kreuzer die spezielle Konstellation, "wenn der KSC gegen den VfB spielt, dann sind alle etwas nervöser. Dann spürt man, jetzt kommt der VfB Stuttgart und nicht Greuther Fürth".

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