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Fußball | 2. Bundesliga Der Karlsruher SC reist mit frischem Schwung ins Trainingslager nach Spanien

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Seit einer Woche bereitet sich der Karlsruher SC auf die Restrückrunde in der 2. Bundesliga vor. Am Samstag fliegen die Badener ins Trainingslager nach Estepona.

Die südliche Sonne Andalusiens ist ein begehrtes Reiseziel für den Karlsruher SC. "In Spanien haben wir schon die letzten Jahre gute Erfahrungen gemacht", sagt Oliver Kreuzer, der Geschäftsführer Sport des KSC vor dem Abflug am Samstag ins Trainingscamp nach Estepona zum Standort des Camps.

Trainer Schwartz moniert zu viele Gegentore

Die Mannschaft kam letztes Wochenende fit und gut vorbereitet zum ersten Training in den Wildpark. "Die Jungs sind engagiert dabei", freut sich Kreuzer, "sie ziehen gut mit. Von daher ist alles in bester Ordnung". Auch Trainer Alois Schwartz zeigt sich zufrieden mit dem körperlichen Zustand seiner Profis: "Die Laktat- und Leistungstests waren gut, da kann man aufbauen, diese Woche ziehen wir noch durch in der Physis". In Spanien heißen die Schwerpunkte dann Technik und Taktik. Vor allem in Sachen Defensive: "36 Gegentreffer waren zuviel, da müssen wir uns besser anstellen und weniger Gegentore bekommen, um dann auch wieder besser zu punkten", hofft Alois Schwartz.

Necat Aygün ist neuer Technischer Leiter

Personell gab es in den letzten Tagen im Wildpark wichtige Weichenstellungen. Mit Marvin Wanitzek hat der Spielmacher des KSC-Teams seinen Vertrag langfristig bis 2024 verlängert. Der 26-jährige Kunstschütze war vor der Winterpause in allen Zweitliga-Spielen des Aufsteigers mit dabei.

Als Verstärkung für den administrativen Bereich wurde mit Necat Aygün ein sogenannter Technischer Leiter verpflichtet. Eine Stelle, die es bisher beim KSC noch nicht gab. Der 39-Jährige soll als Kaderplaner agieren und die Leitung der Scouting-Abteilung übernehmen. Oliver Kreuzer kennt Aygün aus gemeinsamen Zeiten beim TSV 1860 München, "da stand er mir in gleicher Funktion zur Seite".

Legt der KSC auf dem Transfermarkt noch einmal nach?

Ob Ex-Profi Aygün als Kaderplaner schon in der Winter-Transferzeit aktiv tätig wird, ist aber noch unklar. "Jein", meint Oliver Kreuzer auf entsprechende Anfrage des SWR, "wir haben immer gesagt, dass wir von der Qualität des Kaders überzeugt sind. Aber wir halten auch Ausschau, ob noch etwas Interessantes auf den Markt kommt. Es kann sein, aber es muss nicht sein". Möglicherweise führt die schwere Verletzung des Südkoreaners Choi (Kreuzbandriss) dazu, dass der Karlsruher SC noch einmal personell nachlegt. Außerdem gibt der Blick auf die Tabelle Anlass zur Sorge. Platz 15, der KSC hat nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz und den 1.FC Nürnberg.

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Alois Schwartz: "Zuletzt haben ein paar Körner gefehlt"

Der KSC hatte zunächst eine "sehr ordentliche Vorrunde gespielt und sich eine gute Ausgangsposition geschaffen", meint Trainer Alois Schwartz, "leider haben wir die beiden letzten Heimspiele vor der Winterpause sehr unglücklich in den Sand gesetzt". Das 1:5 gegen Fürth und das 0:1 gegen Wehen Wiesbaden waren mehr als ärgerlich. Zwei Heimsiege, und der KSC stünde auf Platz acht....

Man dürfe aber nicht nur diese beiden letzten Spiele sehen, meint Alois Schwartz: "Es war ein langes und kräftezehrendes Jahr 2019 mit dem Aufstieg. Wir sind zunächst gut in die Runde gestartet. Man hat aber gemerkt, dass zum Schluss ein paar Körner gefehlt haben", so der KSC-Coach im SWR-Interview. Ansonsten habe der KSC sehr konstant gespielt. Deshalb, so Schwartz, bekommt die Mannschaft weiter das Vertrauen. Er hofft auf Geschlossenheit wie in den vergangenen zweieinhalb Jahren seiner Amtszeit beim KSC, "sonst haben wir keine Chance".

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Zwei Testspiele in Spanien

Am Samstag geht es also auf die nächste Etappe der Vorbereitung, und zwar für acht Tage bis zum 19. Januar nach Estepona. Neben den täglichen Übungseinheiten sind dabei auch zwei Testspiele gegen Lausanne (14. Januar in La Linea) und Bukarest (18. Januar in Estepona) geplant. Letzten Winter bereitete sich der KSC auch in Andalusien, in Marbella, auf das neue Fußballjahr vor. Am Ende stand der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Ein gutes Omen?

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