KArlsruher SC (Foto: Imago, imago)

2. Bundesliga | Karlsruher SC "Das tut extrem gut. Auch für die Seele"

Gegen den badischen Nachbarn SV Sandhausen beendete der Karlsruher SC seine Niederlagenserie. Zwei Startelf-Debütanten haben daran maßgeblichen Anteil.

Dauer

Für die beiden Neuen in der Aufstellung des Karlsruher SC war die Welt nach dem 1:0 (0:0) im Nachbarschaftsduell gegen den SV Sandhausen in bester Ordnung. "So ein Heimsieg, drei Punkte, gerade nach drei Niederlagen, das tut extrem gut. Auch für die Seele", sagte Manuel Stiefler, der mit seinem Treffer in der 57. Minute gegen seinen Ex-Club sogar zum Matchwinner für den KSC wurde.

Kurz zuvor war Stiefler noch mit Sandhausens Rúrik Gíslason im Luftkampf zusammengerauscht. Doch während der Isländer mit einer Platzwunde draußen länger behandelt werden musste, kehrte Stiefler mit einer dicken Beule auf der rechten Stirn zurück. Und stocherte nur wenig später eine von Philipp Hofmann mit dem Kopf verlängerte Flanke ins Tor. "Es war natürlich besonders, das Spiel gegen ein paar Freunde zu spielen und dann mit dem Tor entschieden zu haben", sagte der 31-Jährige nach der Partie.

Schmeichelhafte Führung für Karlsruhe

Mit dem Torerfolg zur bis dahin schmeichelhaften Karlsruher Führung wechselte auch im mit 13.517 Zuschauern beinahe ausverkauften Karlsruher Wildpark die spielerische Dominanz vom SV Sandhausen zu den Gastgebern. Der KSC spielte von da an befreit auf, hätte durch Marvin Pourié (68.) sogar alles klar machen können. So hatte auch Dirk Carlson, der als zweiter Debütant den verletzten Damian Roßbach auf der linken Defensivseite nahezu fehlerfrei ersetzte, über weite Strecken sichtlich Spaß an seiner Aufgabe.

Dauer

"Startelf-Debüt und Sieg, ich kann das noch gar nicht in Worte fassen", sagte der glückliche luxemburgische Nationalspieler. Nervös sei er allerdings nicht gewesen, betonte der 21-Jährige. "Wenn man jung ist, träumt man doch gerade von so Spielen, wo dich die Fans nach vorne peitschen." Auch die zuletzt viel kritisierte KSC-Abwehr fand im Laufe des Spiels zu früherer Stabilität. "Ich glaube, die Leute haben heute gesehen, dass wir wieder viel griffiger waren, als es möglicherweise in den letzten Spielen der Fall war", sagte Abwehrchef Daniel Gordon. 

SVS verliert nach drei Siegen in Folge

Dass Sandhausen bis zum Gegentreffer mehr Spielanteile erarbeitet hatte, wollte aber auch der Deutsch-Jamaikaner nicht bestreiten. "Die haben es besser gespielt als wir. Sie hatten mehr Ruhe am Ball. Aber am Ende des Tages haben wir den Dreier und das hilft", sagte er. Der SVS dagegen hat nach zuletzt drei Siegen erstmals wieder verloren.

STAND