KSC-Mittelstürmer Philipp Hofmann (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture-Alliance)

Fußball | 2. Bundesliga KSC-Neuzugang Philipp Hofmann: Der Bulle im Mittelsturm

Schon vor Saisonbeginn zeigt Philipp Hofmann deutlich, dass er beim Karlsruher SC angekommen ist. Zuletzt zeigte sich der gebürtige Sauerländer bei seinem Einstand torhungrig.

Philipp Hofmann aus Arnsberg ist mit seinen 1,95 Metern ein echter Riese und der neue Angreifer beim KSC. Der Offensivmann war zuletzt mit wichtigen Treffern maßgeblich am Klassenerhalt seines ehemaligen Vereins Eintracht Braunschweig beteiligt. Jetzt geht der 26-Jährige Mittelstürmer für den Karlsruher SC auf Torejagd und gibt im Interview mit SWR Sport zu, der eigentliche Urheber der Wiener Schmäh von KSC-Teamkollege und -Neuzugang Marco Djuricin zu sein.

Dauer

Die Größe "ist eine Waffe"

Hofmanns Größe fällt auf und verschaffte den Badenern neue offensive Möglichkeiten. "Hoffi ist ein Spielertyp, wie wir ihn noch nicht hatten. Der allein mit seiner Körpergröße als Zielspieler fungieren kann", sagt KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer gegenüber SWR Sport. Der Mittelstürmer weiß schon jetzt, dass seine Größe der Schlüssel zum Erfolg in der kommenden Saison sein soll.

Für Hofmann hat die zweite Liga "körperlich klar ein Stück höheres Tempo als in der dritten Liga. Und es ist sehr körperlich, was uns sehr helfen kann". Bereits im Trainingslager werden deshalb Eckbälle umgesetzt und verschiedene Spielzüge im Zusammenspiel mit anderen groß gewachsenen wie Lukas Fröde, Daniel Gordon und David Pisot trainiert. Dabei kann "jeder Standard eine Torchance" und "eine Waffe für uns sein", sagt der Stürmer.

Tordebüt bei den Badenern

Bereits während des Trainingslagers und in den Testspielen hat sich der frühere Schalker erfolgreich beim KSC einbringen können und bescherte dem Aufsteiger erste Tore. Am Wochenende dann die Überraschung: Der Karlsruher SC besiegt in einem Blitzturnier sowohl Erstligist SV Werder Bremen als auch den österreichischen Erstligaaufsteiger WSG Swarovski Tirol mit der Untersützung von Hofmann.

20.|0:3| Läuft bei Philipp Hofmann. In beiden Spielen genetzt. #KSCmeineHeimat #SVWKSC https://t.co/GHzruopgK8

Der Nomade beim KSC

Der ehemalige U21-Nationalspieler ist auf dem Weg zum KSC viel herumgekommen. Angefangen hat alles im Jahr 2001 beim sauerländischen Verein Rot-Weiß Wenholthausen. Danach ging es über SC Neheim zum FC Schalke 04 in die Jugend. Hofmann wurde mehrfacher Jugend-Nationalspieler und ebnete damit seine Karriere im Profifußball. Anschließend folgen weitere Karrierestationen: SC Paderborn 07, FC Ingolstadt 04, 1. FC Kaiserslautern, FC Brentford, SpVgg Greuther Fürth und zuletzt Eintracht Braunschweig. Durch diese Stationen konnte der Stürmer viel Spielerfahrung sammeln und ist mit insgesamt 113 Zweitliga-Spielen auch vorbereitet für die kommende Saison beim KSC. Der Mittelstürmer kann durch seine vielen Ortswechsel als echter Nomade betitelt werden. Anpassen in einer neuen Stadt "geht bei mir immer ziemlich schnell, ich brauche da nicht so lange. Ich fühle mich schnell sehr wohl in einer neuen Stadt", sagt Hofmann, der Karlsruhe bereits durch vergangene Spiele gut kennt.

Dauer

"Wir wollen auf jeden Fall drin bleiben in der zweiten Liga, dass ist das große Ziel. Es wird eine spannende Saison und es werden sehr viele heiße Spiele da sein und da freue ich mich persönlich drauf"

Philipp Hofmann gegenüber SWR Sport

Für Hofmann steht fest, dass der Klassenerhalt der Mannschaft in der zweiten Bundesliga das große Saisonziel sein wird. Trotz der vielleicht stärksten 2. Liga aller Zeiten vertraut Hofmann dabei auf die Qualität des Karlsruher Kaders. Der Angreifer ist in Bezug auf persönliche Ziele eher bescheiden. "Klar man möchte immer spielen, aber der Trainer entscheidet natürlich", sagt der Stürmer. Für den Erfolg möchte er dabei mit Spaß in die Spiele starten. Erst dann kommen "die Tore von allein".

AUTOR/IN
STAND