Marcelo Diaz verwandelt den umstrittenen Freistoß zum 1:1 in der Nachspielzeit in der Relegation 2015. (Foto: Imago, Imago)

Fußball | 2. Bundesliga KSC gegen HSV: Die Chance auf Revanche

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Am Sonntag trifft im Wildparkstadion der Karlsruher SC auf den Hamburger SV. Für viele Fans des KSC kommen dabei unschöne Erinnerungen an das letzte Duell gegen den HSV auf.

Es ist noch eine Rechnung offen. Das letzte Aufeinandertreffen zwischen beiden Vereinen gab es in der Relegation im Juli 2015. Nach einem 1:1-Unentschieden im Hinspiel war das Rückspiel an Dramatik kaum zu überbieten.

Der Zweitligist aus Karlsruhe ging in der 78. Spielminute durch Yabo in Führung. Die Badener sahen sich schon als Aufsteiger bis Marcelo Diaz in der Nachspielzeit zum Freistoß antrat: Der Chilene hob den Ball über die Mauer hinweg ins Karlsruher Tor. Das Bittere: der Freistoß war höchst umstritten. In der Verlängerung erzielte Nicolai Müller den Siegtreffer für den Hamburger SV. Der damalige KSC-Stürmer Rouwen Hennings verschoss kurz vor Schluss noch einen Elfmeter. Die Hamburger waren gerettet, während die Badener in der Zweiten Liga blieben.

"In ein tiefes Tal gefallen"

Cheftrainer Alois Schwartz kann nachvollziehen, dass die erneute Begegnung für die Fans sehr emotional ist. „Ich kann die Leute schon verstehen. Der Verein ist im Anschluss in ein tiefes Tal gefallen. Ich weiß noch, dass der KSC in der folgenden Hinrunde fast auf einem Abstiegsplatz stand“, erklärt er im Gespräch mit SWR Sport.

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Schwartz weiß jedoch, dass sich seit dem letzten Aufeinandertreffen viel getan hat. Die Karlsruher stiegen zwei Spielzeiten später in die Dritte Liga ab, der HSV verabschiedete sich ein Jahr darauf zum ersten Mal aus der Bundesliga. Inzwischen ist der KSC frisch aufgestiegen mit dem Saisonziel: Klassenerhalt. Der HSV ist einer der Aufstiegskandidaten für die Rückkehr in die höchste Spielklasse. Die Favoritenrolle ist somit klar. "Wir wissen, wo wir herkommen“, beschreibt Schwartz die Ausgangssituation.

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Volles Haus gegen den Tabellenführer

Chancenlos sind die Karlsruher aber nicht. Die Badener starteten mit zwei Siegen ihre Rückkehr in Liga Zwei. Zuletzt gab es allerdings eine 1:2-Niederlage bei Holstein Kiel, nachdem Lukas Grouzrek den Aufsteiger in Führung schoss. Die Hamburger grüßen punktgleich mit dem VfB Stuttgart von der Tabellenspitze während der KSC auf dem vierten Platz rangiert. Mit einem Sieg können die Karlsruher den ehemaligen Bundesliga-Dino am Sonntag (13:30 Uhr) jedoch überflügeln. Das sich im Umbau befindende Wildparkstadion ist mit 15.000 Zuschauern ausverkauft.

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