Alois Schwartz ist nicht mehr Trainer des Karlsruher SC (Foto: Imago, Eibner)

Fußball | 2. Bundesliga KSC trennt sich von Cheftrainer Alois Schwartz

Der Karlsruher SC reagiert auf seine aktuelle sportliche Situation und stellt Cheftrainer Alois Schwartz und Co-Trainer Dimitrios Moutas von ihren Aufgaben frei. Bis auf Weiteres übernimmt Co-Trainer Christian Eichner als Cheftrainer.

Der KSC war nach der 0:2-Heimpleite gegen Holstein Kiel am Wochenende auf Rang 17 der 2. Liga abgerutscht. Bereits in den Spielen zuvor hatte sich der Aufsteiger auf sportlicher Talfahrt befunden - die Badener haben die letzten vier Partien in Serie verloren und jetzt also mit der Freistellung von Alois Schwartz die Konsequenzen gezogen. "Ich war überzeugt, dass es das Beste ist, wenn man jetzt nochmal etwas Neues versucht", sagte Oliver Kreuzer, Geschäftsführer Sport beim KSC, im SWR-Interview. Ab sofort leitet der bisherige Co-Trainer Christian Eichner das Training.

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"Es war klar, dass ich dem Verein helfen will."

Christian Eichner hat am Montag das erste Training geleitet. Der 37-Jährige war auch schon als Spieler beim KSC aktiv und freut sich auf seine neue Aufgabe.

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"Er hat sich richtig super entwickelt", sagt Oliver Kreuzer über Christian Eichner. Deshalb sei er auch ganz entspannt, was die Nachfolgersuche angeht. Spekulationen, er habe sich bereits mit Daniel Bierofka getroffen, weißt der Geschäftsführer Sport des KSC zurück.

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Oliver Kreuzer bedankt sich Alois Schwartz

Trotz der aktuellen Krise kommt der Schritt überraschend, da Kreuzer dem Ex-Coach nach dem Kiel-Spiel noch den Rücken gestärkt hatte. Vor dem Pokal-Achtelfinale des KSC (Mittwoch, 20:45 Uhr) beim Viertligisten 1. FC Saarbrücken traute man Alois Schwartz nun die Wende aber nicht mehr zu.

"Wir bedanken uns bei Alois Schwartz für seine geleistete Arbeit in den letzten zweieinhalb Jahren. Besonders die Rückkehr in die 2. Bundesliga war immens wichtig für den kompletten Verein", wird Geschäftsführer Sport Oliver Kreuzer auf der Homepage des KSC zitiert. "Alois war bei der Mannschaft sehr anerkannt als Trainer und vor allen Dingen auch als Mensch und es ist ja auch nicht der Trainer immer alleine schuld", so Kreuzer weiter. In den kommenden Spielen sei nun auch die Mannschaft gefordert.

Schwartz: "Stolz auf das Erreichte"

"Ich habe in der Vergangenheit immer betont, dass es nicht um einzelne Namen, sondern um den KSC geht. Das schließt natürlich auch meine Person mit ein", sagte der scheidende Coach: "Ich denke, wir können stolz sein auf das, was wir in den vergangenen zweieinhalb Jahren zusammen erreicht haben."

Schwartz hatte den ehemaligen Europapokal-Teilnehmer im August 2017 übernommen und von einem Abstiegsplatz in der 3. Liga nach zwei Jahren zum Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga geführt. Vor der laufenden Saison hatte der Ex-Profi seinen Vertrag bis 2021 verlängert.

REDAKTION
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