v. li. im ZweikampfMarco Thiede (Karlsruher SC 21), Dennis Jastrzembski (Hertha BSC Berlin 32), (Foto: Imago, EIBNER/Wolfgang Frank;)

Fußball | 2. Bundesliga KSC: Feinschliff für die 2. Bundesliga

Die vergangenen fünf Testspiele ist Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC nur gegen Erstligisten angetreten. Nach überwiegend ordentlichen Auftritten sieht Trainer Schwartz sein Team nun fit für die 2. Liga. Aber der "Feinschliff" kommt jetzt erst.

Als Niederlagen mochte Trainer Alois Schwartz die beiden verlorenen Elfmeterschießen im Blitzturnier gegen Hertha BSC (4:6) und Sturm Graz (6:7) nicht werten. "Die klammern wir mal aus", sagte er. Er hielt stattdessen lieber fest, dass der KSC auch weiterhin in der Vorbereitung "kein Testspiel verloren" habe.

Der Karlsruher SC präsentierte sich in den bisherigen 'Testspielen (hier gegen Hertha BSC) in guter Verfassung (Foto: Imago, Eibner)
Der Karlsruher SC präsentierte sich in den bisherigen 'Testspielen (hier gegen Hertha BSC) in guter Verfassung Imago Eibner

Der KSC ist fit

Läuferisch, das unterstrichen die Partien gegen den deutschen und den österreichischen Bundesligisten in der Tat, ist der Zweitliga-Aufsteiger bereits jetzt gewappnet für die neue Spielklasse.

"Trainingslager und Tests haben gezeigt, dass wir physisch gut dabei sind."

Alois Schwartz

Erstklassige Testgegner

Auch spielerisch zeigten sich die Badener, die in den vergangenen fünf Partien ausschließlich gegen Erstligisten getestet hatten, vor den 2592 Zuschauern im Karlsruher Wildpark gut aufgestellt. Innenverteidiger Philipp Kobald und Linksverteidiger Dirk Carlson zeigten gegen die Hertha, dass sie Alternativen für die etablierten Daniel Gordon und Damian Roßbach sein können.  Lukas Fröhde füllte seine Rolle als neuer Abräumer vor der Abwehr in beiden Partien ohne Mängel aus. Und auch in der Spitze brachten die Neuzugänge Philipp Hofmann und Marco Djuricin mehr Variabilität und Spielwitz an die Seite von Drittliga-Torschützenkönig Marvin Pourié.

Nur nicht nachlassen

Die positiven Eindrücke sieht Schwartz aber nicht als Grund zum Ausruhen. "Im Umschaltspiel zwischen Defensive und Offensive die Automatismen besser schleifen - daran werden wir jetzt arbeiten", benannte der KSC-Coach eine der wichtigsten Baustellen in den verbleibenden zwei Wochen bis zum Zweitliga-Auftakt beim SV Wehen-Wiesbaden am 28. Juli.

Acht Tage zuvor soll ein letzter Test Auskunft über die beste Startelf geben, ein Gegner soll Anfang der Woche gefunden sein. "Wir wollen eine adäquate Qualität haben, um uns noch einmal zu fordern", hofft Karlsruhes Trainer darauf, dass Sportdirektor Kreuzer dafür einen weiteren Erstligisten findet.

30 Liter Freibier pro Treffer

Das passende Motto für diese letzte Vorbereitungsphase lieferte Schwartz gleich mit: "Stärke Deine Stärken." Karlsruhes Fans, die nach dem Turnier am Samstag gemeinsam mit den befreundeten Anhängern aus Berlin und Graz das 125-jährige Vereinsjubiläum feierten, wird diese Aussicht freuen.

Genau 30 Liter Freibier hatte eine badische Brauerei für jeden KSC-Treffer der vergangenen Saison gespendet. 1920 Liter Gerstensaft kamen so zusammen, allein Fan-Liebling Pourié hatte 660 davon erarbeitet.

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