KSC-Spieler Marvin Wanitzek und Anton Fink klatschen ab (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Marvin Ibo Güngör)

Fußball | 2. Bundesliga Wilde Schlussphase - KSC verpasst Dreier in Bielefeld

Als Marvin Wanitzek in der ersten Minute der Nachspielzeit das 2:1 für den KSC in Bielefeld erzielte, sah alles nach einem Sieg für die Badener aus. Doch der Tabellenführer aus Ostwestfalen hatte das letzte Wort.

In einer turbulenten Schlussphase hat der Karlsruher SC einen überraschenden Auswärtssieg bei Tabellenführer Arminia Bielefeld knapp verpasst. Zum Auftakt des 16. Spieltags der 2. Fußball-Bundesliga kamen die Badener von Trainer Alois Schwartz am Freitagabend zu einem 2:2 (1:0).

Den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich durch den verwandelten Foulelfmeter von Arminias Torjäger Fabian Klos (81. Minute) konterte KSC-Mittelfeldspieler Marvin Wanitzek (90.+1) zwar mit der erneuten Führung. Doch Joan Simun Edmundsson (90.+3) rettete der Arminia dann doch noch einen Punkt - und die Herbstmeisterschaft. Für das erste KSC-Tor hatte der frühere Bielefelder Marc Lorenz (25.) gesorgt.

Dauer

Vor dem 4:1 gegen den SSV Jahn Regensburg vor einer Woche hatte der KSC achtmal nacheinander unentschieden gespielt - nun erarbeitete sich der Aufsteiger wieder einen Punkt. Dabei hatte es bis zehn Minuten vor dem Ende sogar so ausgesehen, als könnte das Tor von Lorenz für den ersten Auswärtssieg auf der Alm seit fast zehn Jahren reichen.

Lorenz in den Winkel

Zunächst hatten die Gastgeber zwar besser gespielt und mehr Druck nach vorn entwickelt. Doch die Badener waren effektiv: Philipp Hofmann behauptete in Bedrängnis den Ball, stocherte ihn zu Lorenz - der ihn per Direktabnahme in den linken oberen Winkel drosch. Auf den Jubel verzichtete der Mittelfeldspieler. Zwischen 2012 und 2015 hatte Lorenz selbst für die Bielefelder gespielt.

KSC kassiert Gegentore in der Schlussphase

Mit viel Aufwand verteidigten die Karlsruher auch in der zweiten Halbzeit geschickt. Die Hausherren erhöhten zwar das Tempo, taten sich aber lange schwer in der gut gestaffelten KSC-Abwehr eine Lücke zum Ausgleichtreffer zu finden. Nach dem zumindest diskussionswürdigen Foulelfmeter (Hofmann gegen Voglsammer) nutzte Wanitzek einen Fehler von Joakim Nilsson zum 2:1. Aber den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Edmundsson zum 2:2.

"Der Schiedsrichter greift in das Spiel ein und keiner hat irgendwas gesehen", ärgerte sich der frustrierte KSC-Trainer Alois Schwartz nach der Partie über den gegebenen Elfmeter an die Arminia. "Selbst die Bank gegenüber hat nur mit den Achseln gezuckt", so Schwartz weiter. Auch die Fernsehbilder würden keinen Elfmeter zeigen. Wenn man sich als Schiedsrichter nicht rückversichere, weil "ich so arrogant bin und eine Tatsachenentscheidung in dem Moment sehe", dann sei das traurig, redete sich Alois Schwartz am SWR-Mikrofon in Rage.

REDAKTION
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