Mit dem Spiel gegen Wehen Wiesbaden unzufrieden: KSC-Sportchef Oliver Kreuzer (Foto: Imago, Eibner)

3. Liga | Karlsruher SC KSC-Sportdirektor Kreuzer immer noch genervt

Auch am Tag nach dem 0:2 beim SV Wehen Wiesbaden hat sich KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer noch nicht wieder beruhigt. Der Grund: Vermeintliche verbale Entgleisungen von Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm.

Der 40-Jährige habe KSC-Trainer Alois Schwartz wissen lassen, so berichtete Kreuzer, er solle die "Fresse halten" und sich hinsetzen. "Ich wiederhole diese Aussage auch unter Eid. Mein ganzes Trainerteam hat es auch gehört. Die Aussage ist gefallen und das gehört sich nicht", sagte der 53-Jährige am Montag. Rehm selbst hatte, mit den Vorwürfen konfrontiert, noch am Sonntag erklärt, er habe solche Worte nicht benutzt.

Gegner werden angemacht

Rüdiger Rehm riet Oliver Kreuzer, er solle lieber schauen, dass er einen ordentlichen Job mache. "Allein diese Aussage ist schon selbstredend. Er soll einfach mal in den Spiegel schauen damit", keilte Kreuzer tags darauf zurück. Nach Ansicht von Kreuzer sei auch bei anderen Drittligisten bekannt, dass in Wiesbaden gegnerische Spieler ebenso wie das gegnerische Trainerteam oder Schiedsrichter nicht selten angemacht werden. "Die haben ja nicht nur Heimspiele gegen den KSC, da kommen auch andere Mannschaften hin", erklärte der Sportdirektor des badischen Fußball-Drittligisten.

Bereits im vergangenen Jahr sei in Wiesbaden KSC-Spieler Marco Thiede "mit einem Schimpfwort beschimpft worden, dass ich hier gar nicht wiederholen möchte", sagte er. Er schätze Rehm zwar als guten Trainer, der seit Jahren hervorragende Arbeit abliefere. "Aber das geht einfach nicht. Ich hatte einfach mal das Bedürfnis, das öffentlich klarzustellen", sagte Kreuzer.

"Mannschaft ist ein Überraschungs-Ei"

Sorgen, dass der KSC den Aufstieg in die 2. Bundesliga verspielt habe, macht sich Kreuzer momentan nicht. Sieben Spieltage vor Saisonende steht der frühere Erstligist als Dritter aber nicht mehr auf einem direkten Aufstiegsrang. Das Problem sei, dass es in dieser Saison noch nicht gelungen sei, eine Konstanz aufzubauen. "Manchmal ist die Mannschaft ein Überraschungs-Ei", räumte er ein. "Wir müssen wieder an uns glauben. Und das werden wir auch tun."

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