Karlsruher Gemeinderat vergrößert die Lizenz-Sorgen des KSC (Foto: Imago, SWR, Tim Carmele)

3. Liga | Karlsruher SC Karlsruher Gemeinderat vergrößert die Lizenz-Sorgen des KSC

Kein Dach, keine Zweitliga-Lizenz. Darum hat der Karlsruher SC ein Problem. Denn der Gemeinderat will dem KSC während des Stadion-Umbaus nur teilweise helfen.

Der Karlsruher SC muss im Falle eines Aufstiegs um die Lizenz für die 2. Bundesliga bangen. Der badische Traditionsclub bekommt in der mehr als zweijährigen Umbauphase des Wildparkstadions nur eine der beiden Behelfstribünen überdacht. Das beschloss am Dienstag überraschend der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe mit 27 zu 17 Stimmen. Die Lizenzierungsregeln schreiben nach KSC-Angaben jedoch eine gesamte Überdachung vor. Der Drittligist muss nun bei seinem Lizenzantrag auf eine Ausnahmeregelung hoffen.

"Wir werden jetzt natürlich eine Ausnahmegenehmigung für einen Betrieb der Südtribüne beantragen. Aber es besteht jetzt ein Risiko, ob die Deutsche Fußball Liga diese erteilt und damit von ihren Statuten abweicht", sagte Präsident Ingo Wellenreuther. Laut KSC-Geschäftsführer Michael Becker besteht zwar prinzipiell die Möglichkeit, eine entsprechende Ausnahmegenehmigung bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu beantragen. Das sei jedoch erst mit der Einreichung aller Lizenzierungsunterlagen Anfang März möglich.

Die Stadt Karlsruhe spart etwa 600.000 Euro

Den Bescheid, ob die rund 1,5 Millionen Euro teure Konstruktion erforderlich ist oder nicht, bekäme der Verein aber von der DFL erst Ende April. Für den Bau-Unternehmer ist dies nach KSC-Angaben zu spät. Das Risiko, im Aufstiegsfall plötzlich ohne Lizenz dazustehen, ist nach Ansicht Beckers somit groß. Denn es gebe "keine Sicherheit, dass einem Antrag für eine Ausnahmegenehmigung stattgegeben werde." Durch die Entscheidung gegen eine Überdachung der südlichen Sitzplätze spart die Stadt rund 600.000 Euro an Kosten ein.

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