Altes Wildparkstadion vor dem Abriss (Foto: Imago, Pressefoto Rudel/Herbert Rudel)

3. Liga | Karlsruher SC Das Stadion kommt, der Aufstieg auch?

Die Bagger haben mit den Abrissarbeiten begonnen. Das neue KSC-Stadion kommt, doch sportlich ist der Karlsruher SC noch nicht da, wo er hin will. Das Ziel: So schnell wie möglich aufsteigen.

Es war ein besonderer Tag für den Karlsruher SC. Im Rahmen des Drittligaspiels gegen die Würzburger Kickers verabschiedeten sich Spieler, Verantwortliche und Fans am Samstag vom ehrwürdigen Wildparkstadion. Es sollte die letzte große Feier in der Arena sein, bevor am Montag die Bagger anrollten.

Für Michael Becker, Leiter des Geschäftsbereichs "Marketing, Vertrieb und Digitalisierung" beim KSC, ist der Stadionneubau ein wichtiger Baustein, um den Verein "zukunftsfähig aufzustellen". Becker, der im regelmäßigen Austausch mit den Fans des Vereins steht, spürt im Umfeld eine große Vorfreude auf das neue Stadion.

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Ein Jahr Abriss, zweieinhalb Jahre Bauzeit

Der Stadionneubau ist auf dreieinhalb Jahre ausgelegt. Dabei werden für den Abriss des alten Wildparkstadion ein Jahr und für die Bauzeit der neuen Arena zweieinhalb Jahre veranschlagt. Inklusive Infrastruktur soll der Neubau (Fassungsvermögen: 34.000 Zuschauer) rund 90 Millionen Euro kosten.

Ingo Wellenreuther, Präsident des Karlsruher SC, zeigte sich im Rahmen der Feier "Danke Wildparkstadion" erleichtert, dass endlich die letzte Unterschrift unter die Verträge zum Neubau gesetzt werden konnte. Für Wellenreuther ist das neue Stadion "eine Wegscheide, um Profifußball in Karlsruhe auf Dauer anbieten zu können."

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Sportliche Entwicklung von essentieller Bedeutung

Wellenreuther wies auch darauf hin, dass die sportliche Entwicklung der infrastrukturellen Erneuerung folgen muss: "Natürlich ist es ein ganz großes Ziel von uns aufzusteigen - so schnell wie es irgendwie geht. Dann ist die Situation auch wirtschaftlich besser zu meistern."

Der Aufstieg ist bereits in dieser Drittliga-Saison möglich, auch wenn sich die Mannschaft in den bisherigen 14 Spielen nicht konstant präsentierte. Überzeugenden Siegen gegen Uerdingen (2:0) oder in Aalen (3:1) standen uninspirierte Auftritte gegen Lotte (1:3) und Wehen Wiesbaden (2:5) gegenüber.

Als Tabellenvierter haben die Badener dennoch die Aufstiegsplätze im Blick. Denn in den vergangenen Wochen zeigte die Formkurve wieder nach oben. Beim 0:0 in Unterhaching zeigte die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz eine gute Leistung, am vergangenen Samstag dann folgte der von knapp 25.000 Fans gefeierte 2:1-Sieg gegen Würzburg. Nach dem Beginn der Abrissarbeiten am alten Wildparkstadion hat der Verein nun die Chance, auch sportlich den Weg in eine erfolgreiche Zukunft zu ebnen.

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