Die Spieler des Karlsruher SC feiern die Aufstiegsparty (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | 3. Liga Nach dem Zweitliga-Aufstieg: Partylaune beim Karlsruher SC

Nach dem Sieg bei Preußen Münster steht fest: Der Karlsruher SC steigt in die 2. Bundesliga auf. Dementsprechend war die Laune bei Spielern und Fans - die Party konnte starten.

Den Zweitliga-Aufstieg feiert der Karlsruher SC vier Tage lang auf Mallorca. Schon vor der geplanten Reise nach dem letzten Saisonspiel am kommenden Samstag machten Fans und Spieler des Traditionsklubs im Preußen-Stadion von Münster aber eine große Party. Nach zwei Jahren in der 3. Liga ist der Aufstieg einen Spieltag vor Saisonende perfekt, das 4:1 (2:0) gegen Preußen Münster reichte dem KSC.

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"Dieser Moment ist unvergesslich, der wird nie vergehen"

Sektduschen für Trainer Alois Schwartz, Jubeltrauben, Platzsturm - die Emotionen waren stark. "Dieser Moment ist unvergesslich, der wird nie vergehen. Schaut euch diese Gesichter an, jeder ist glücklich", sagte Marvin Pourié dem SWR: "Der Verein, die ganze Umgebung, hat uns immer Rückenstärkung geben. Unsere fantastischen Fans sind zu allen Auswärtsspielen gekommen und vor allem bei den Heimspielen waren sie grandios."

Der Topstürmer der 3. Liga traf in der 33. Minute zu seinem 22. Saisontor und brachte den KSC wie so oft in dieser Saison auf den richtigen Weg. Damian Roßbach (45.+2), Anton Fink (55.) und Martin Röser (57.) veredelten den Tag, Martin Kobylanskis Gegentreffer (67.) hatte nur noch statistischen Wert.

Genugtuung bei Trainer Alois Schwartz

"Es ist ein schöner Tag", sagte Trainer Schwartz mit nassen Haaren und nach Sekt riechend. Denn die Umstände nach der verlorenen Relegation gegen Erzgebirge Aue seien im vergangenen Sommer alles andere als gut gewesen. "Spieler weg, weniger Geld, wieder neu basteln und das Umfeld lechzt nach der 2. Liga. Das dann doch zu schaffen, ist schon eine tolle Sache", sagte er.

Sportdirektor Oliver Kreuzer kann nun schon eine Woche vor dem Saisonende endgültig für die 2. Liga planen. Allzuschwer dürfte das dem ehemaligen Bayern-Profi nicht fallen, denn die Verträge von Pourié, Anton Fink und Marc Lorenz haben sich durch den Aufstieg automatisch noch einmal um ein Jahr verlängert. "Wir müssen für die 2. Liga nur punktuell verstärken", sagte er. Lediglich die Verträge von Martin Stoll und Winterneuzugang Sercan Sararer sind nicht gültig für die 2. Liga. Auch die Zukunft des vom FSV Mainz 05 ausgeliehenen Marin Sverko ist noch nicht fix.

Prügelszenen in einem Café

Einziger Wermutstropfen des Tages blieb, dass in einem Café im Hafen von Münster nach Polizeiangaben mehr als 20 vermummte junge Männer einen 60 Jahre alten Mann aus Karlsruhe geschlagen und am Boden liegend getreten haben. Polizisten fassten später insgesamt 29 Menschen, die den Ultras des SC Preußen Münster angehören sollen. Fünf von ihnen wurden den Angaben zufolge für die Dauer des Spiels in Gewahrsam genommen.

Beim weitgehend friedlich verlaufenen Platzsturm der KSC-Anhänger wurde ein Balljunge leicht verletzt. Der 13-Jährige wurde in einem Krankenhaus behandelt, die genaue Ursache der Verletzung muss laut Polizei aber noch geklärt werden.

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