Der Karlsruher Tempo-Dribbler Florent Muslija legt sich den Ball auf den linken Fuß, im Hintergrund (unscharf) nähert sich Kwarme Yeboha von Fortuna Köln (Foto: Imago, Juergen Schwarz/DeFodi.de)

3. Liga | Karlsruher SC Florent Muslija ist noch lange nicht fertig

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Florent Muslija kam 2017 aus der eigenen Jugend zu den Profis des Karlsruher SC und schlug sofort ein. Und mit seiner Monster-Bude gegen Fortuna Düsseldorf hat er angedeutet, dass er dieses Saison noch wertvoller werden könnte.

Florent Muslija ist ein bescheidener Mensch. Darum lässt er sich auch kaum anmerken, dass er einen Abend zuvor Fortuna Köln mit einer Monster-Bude in die Knie gezwungen hat. Er beschreibt das Tor einen Tag später so: "Stif (Manuel Stiefler, Anm. d. Red) hat auf mich verlagert, ich nehme Tempo auf, ziehe nach innen und ziele auf die lange Ecke - Innenpfosten und dann das Tor." Eine eher nüchterne Umschreibung für den Kunstschuss von der Strafraum-Kante, mit dem er den Ball in einer steilen Kurve zum Siegtreffer zirkelte.

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Und es spiegelt nur annähernd die steile Entwicklung wieder, die der 20-Jährige genommen hat, seit er im Sommer 2017 von der Karlsruher U19 zu den Profis kam. Gleich in der ersten Saison mauserte sich der Flügelflitzer zum Leistungsträger in der 3. Liga - er erzielte ein Tor und legte sieben weitere vor. "Flo hat sich enorm entwickelt", lobt sein Trainer Alois Schwartz, "er hat noch ab und zu Phasen im Spiel, wo er noch aktiver sein könnte, da taucht er noch ein bisschen ab; aber er macht schon viel Freude."

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Technisch versierter Dribbler

Muslija gehört zu den technisch versierten Spielern, die ganze Abwehrreihen aufreißen und umspielen können. "Im eins gegen eins ist er enorm stark, weil er einen unheimlich guten Antritt hat, er kann mit beiden am Gegner vorbeigehen", schwärmt Schwartz. Mit diesen Stärken hat er auch größere Vereine auf sich aufmerksam gemacht. Der Hamburger SV und Bayer Leverkusen sollen sich nach dem Talent, das auf beiden Flügeln und im zentralen Mittelfeld spielen kann, erkundigt haben. Doch bisher haben sich alle Wechelgerüchte zerschlagen.

Denn Muslija will noch an sich arbeiten - und das am liebsten bei "seinem" KSC. In Achern im Ortenaukreis geboren, startete seine Karriere mit sechs Jahren beim SV Sasbach. Mit neun wechselte er nach Karlsruhe und durchlief dort sämtliche Jugend-Mannschaften. Nun will er mit dem Badenern aufsteigen.

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Schwächen im Abschluss und in der Rückwärtsbewegung

Doch Muslija wäre kein normaler 20-Jähriger, wenn er nicht noch an der einen oder anderen Schwäche feilen müsste. In der vergangenen Saison hat er sich immer mal wieder bei seinen Dribblings verzettelt, im Abschluss wünscht sich Alois Schwartz noch etwas mehr Qualität, auch im Spiel gegen den Ball müsse er sich noch verbessern. Doch auch da hat Muslija sich für die laufende Saison einiges vorgenommen.

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Muslija hat sich in der vergangenen Saison zum Stammspieler entwickelt und ist auch in der neuen Saison ein zentraler Baustein in der Karlsruher Startelf. Alois Schwartz ist optimistisch, dass Muslijas entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist.

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