KSC-Verteidiger Daniel Gordon will in diesem Sommer unbedingt in die 2. Bundesliga aufsteigen (Foto: SWR, Kerstin Dšlitzsch)

Fußball | Gesichter der Liga Get up, stand up for KSC-Verteidiger Daniel Gordon

Acht Bundesliga-Spiele für Dortmund, fünf Länderspiele für Jamaika - KSC-Verteidiger Daniel Gordon blickt zufrieden auf seine Karriere zurück. Wäre da nicht die Sache mit dem HSV.

Wenn Daniel Gordon über seine Wahlheimat Karlsruhe schaut, dann ist das für ihn weit mehr als der Blick auf eine Stadt, in der er halt Fußball spielt. Der gebürtige Dortmunder fühlt sich hier wohl, genießt sein Leben im Badischen mit Frau und Sohn.

Dauer

Der KSC ist die bislang letzte Station seiner Laufbahn und mit 34 Jahren ist es auch sehr wahrscheinlich, dass hier seine aktive Karriere enden wird. Allerdings nicht in der 3. Liga - Gordons Ziel heißt ganz klar Aufstieg: "Dieses Ziel versuche ich mit aller Macht zu erreichen."

Jamaika ist Gordons musikalische Heimat

Der Blick zurück auf die eigene Karriere fällt versöhnlich aus. Daniel Gordon ist zufrieden mit dem, was er erreicht hat. Immerhin acht Bundesliga-Einsätze für Borussia Dortmund. Und der Sohn eines Jamaikaners hat fünf Länderspiele für den Inselstaat in der Karibik. "Jamaika bedeutet mir viel. Ich bin deutsch aufgewachsen, das muss man ganz klar sagen. Aber dieses Lockere habe ich definitiv aus Jamaika", erzählt Gordon im Gespräch mit dem SWR. Auch musikalisch ist Jamaika Gordons Heimat: "Mein Vater hat immer Platten aufgelegt von Bob Marley oder andere jamaikanischen Künstlern."

Gordon hadert noch immer mit dem "HSV-Trauma"

Als Kind habe er "schon den einen oder anderen Arschtritt gebraucht", meint Gordon. "Aber insgesamt habe ich glaube ich mehr richtig gemacht als falsch." Wäre da nicht diese Sache mit dem Hamburger SV. Die verpatzte Relegation im Sommer 2015 hat sich wohl für ewig negativ in seine Fußballer-Seele gebrannt. Diesen Sommer soll der versöhnliche Abschluss mit dem KSC gelingen: der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Es wird Zeit.

Ans Karriereende denkt er momentan noch nicht, aber an seine Zukunft. Und in der sieht er sich durchaus als Trainer. Vielleicht ja mal als Trainer des Karlsruher SC.

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