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Verteidiger Daniel Gordon schnürte den ersten Doppelpack seiner Profi-Karriere, rettete dem Karlsruher SC einen Punkt gegen Hannover 96 und war am Ende trotzdem nicht zufrieden.

Nur wenige Sekunden nach den Rückschlag - Hendrik Weydandt schoss Hannover 96 in der Nachspielzeit zum dritten Mal in Führung - gelang Daniel Gordon der Befreiungsschlag. Dann musste der KSC-Verteidiger jedoch einen Tiefschlag einstecken - von Ron-Robert Zieler. Denn nach dem Gegentreffer zum 3:3-Endstand machte der Keeper von Hannover 96 seinem Frust Luft. Sein wütender Faustschlag traf jedoch nicht den Ball, sondern den jubelnden Gordon. Ein Leberhaken, der den 34-Jährigen kurzzeitig außer Gefecht setzte und Zieler die Gelb-Rote Karte bescherte.

Gordons schmerzhafte Freude über den ersten Doppelpack

Die Freude über den späten Ausgleich und den ersten Doppelpack seiner Profi-Karriere konnte der späte Knockout jedoch nicht trüben: "Das war schmerzhaft, da bin ich ganz ehrlich. Aber das waren wunderschöne Emotionen, dafür spielt man letztlich Fußball. Ich weiß jetzt auf jeden Fall, wie sich ein Stürmer fühlt, wenn er einen Doppelpack schießt", scherzte der 34-Jährige.

Gordon hadert mit den vielen Gegentoren

Trotzdem haderte er unmittelbar nach dem Spiel mit den vielen Gegentoren. Denn auch der statistisch beste Zweikämpfer der Liga konnte nicht verhindern, dass Hendrik Weydandt (6.), Marvin Ducksch (43. Foulelfmeter) und wieder Weydandt (90+3) den KSC dreimal in Rückstand schossen. "Es ist sicherlich eine schöne Situation, vorne zu jubeln. Aber am Ende des Tages bin ich Abwehrspieler und dafür zuständig, dass wir hinten keine Tore kassieren. Deswegen würde ich mich darüber freuen, wenn wir demnächst mal wieder zu Null spielen und vorne andere die Tore machen."

Bis zum DFB-Pokal-Spiel bei Darmstadt 98 (Dienstag, 18:30 Uhr) muss der KSC die Gegentor-Flut in den Griff bekommen. "Das wurmt mich natürlich. Ich glaube, auch die Mannschaft ist unzufrieden mit den Resultaten und dass wir da gerade einige Tore kassieren. Wir müssen einfach zusehen, dass wir wieder disziplinierter verteidigen und das Ding auch zu Ende verteidigen", sagte Gordon.

Dass der KSC in den ersten elf Spielen bereits fünf Elfmeter verursacht hat, sind für Gordon ein deutliches Signal. "Das sind Sachen, die wir ansprechen und analysieren, die wir auch wieder besser machen werden."

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