Mainz 05-Torhüter Robin Zentner ärgert sich nach dem unglücklichen Gegentreffer (Foto: IMAGO, Imago/Team 2)

Fußball | Bundesliga

Robin Zentner: Auch ein Perfektionist macht Fehler

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REDAKTEUR/IN
Michael Spindler

Robin Zentner zählt zu den besten und erfahrensten Torhütern in der Fußball-Bundesliga. Der Mainzer Keeper war nach dem 2:1-Auftaktsieg gegen Bochum zu Gast in der TV-Sendung SWR Sport und hat dabei auch nochmal über das spektakuläre Gegentor gesprochen, an dem er nicht ganz unbeteiligt war.

"Flieg jetzt bloß nicht in mein Tor" - das war der letzte Gedanke von Robin Zentner, kurz bevor der Ball sich tatsächlich hinter ihm ins Tor senkte. Es war der Ausgleichstreffer für Bochum zum 1:1 in der 39. Minute, ausgerechnet vom Ex-Mainzer Kevin Stöger. Der frühere Kollege hatte ihm da einen schönen Treffer verpasst, so einen von der Sorte, bei dem jeder Torwart schlecht aussieht.

Flanke mutiert zum Mega-Tor

Robin Zentner hatte mit einer Flanke gerechnet. Und als solche war der Schuss auch von Kevin Stöger auch eigentlich gedacht. "Der Ball ist mir dann aber etwas über den Fuß gerutscht. Freut mich, dass er reingegangen ist", sagte Stöger hinterher im Interview und ärgerte sich ansonsten, dass der Glückstreffer Bochum kein Glück gebracht hatte und das Spiel trotzdem verloren ging. So einen kleinen Seitenhieb unter Ex-Kollegen konnte sich Stöger aber wohl doch nicht verkneifen. Denn Robin Zentner erzählte im Gespräch mit SWR Sport-Moderator Benjamin Wüst, dass Stöger ihm nach dem Spiel versichert habe, den Ball mit voller Absicht so geschossen zu haben und es sich keineswegs um einen Zufallstreffer gehandelt habe. Kleine Neckereien unter Freunden eben.

Kein Vorwurf von der Mannschaft

Robin Zentner war nach dieser Aktion allerdings erstmal gar nicht nach Scherzen zu Mute. Zum Glück hat Karim Onisiwo mit seinem Siegtreffer zum 2:1 den Patzer ausgebügelt. Vorwürfe gab es hinterher jedenfalls keine. "Wir wollen ja auch einen Torwart, der mitspielt und uns Bälle abfängt, die etwas weiter vom Tor entfernt herunterkommen. Da muss man so ein verunglücktes Ding einfach mal in Kauf nehmen", sagte Stefan Bell nach dem Spiel.

Tatsächlich war der Patzer nach dem Spiel in der Kabine überhaupt kein Thema. Zum einen, weil er ja folgenlos blieb und zum anderen, weil jeder weiß, dass der Perfektionist Robin Zentner selbst am meisten mit so einem Fehler hadert. Aber auch er weiß, dass so etwas kaum vermeidbar ist. "Solche Patzer passieren einfach, wenn man als Torwart hoch steht. Das sieht dann halt doof aus, aber ich mache mir da jetzt keinen Kopf mehr", so Zentner.

Karriereplanung mit Mainz 05 - und in die Nationalmannschaft?

Das Selbstbewusstsein von Robin Zentner dürfte keinen nachhaltigen Schaden genommen haben und in Mainz wird er deshalb auch nicht in Frage gestellt. Man weiß hier, was man an ihm hat und es gibt durchaus Szenarien in die Richtung, dass Robin Zentner seine gesamte Karriere bei Mainz 05 spielen könnte. Zunächst hat er mal bis 2025 verlängert und er selbst schließt nichts aus, weiß aber auch, wie schnell sich die Dinge im Fußballgeschäft ändern können. Seine Karriere soll noch einige Jahre weitergehen, er will sich selbst keine Grenzen setzen. Zum Thema Nationalmannschaft gefragt, antwortet er vielsagend: "Das wäre zwar ein Maximalziel, aber es steht auf meiner Liste."

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