Der Mainzer Karim Onisiwo (re.) gegen Stuttgarts Waldemar Anton

Fußball | Bundesliga

Gegen den VfB Stuttgart unter Druck: Mainz 05 hofft auf sportliche Kehrtwende

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SWR Sport

Saisonübergreifend ist der 1. FSV Mainz 05 seit acht Spielen sieglos. Nun empfangen die Rheinhessen den VfB Stuttgart im Südwest-Duell. So will Trainer Bo Svensson mit seiner Mannschaft den Turnaround schaffen.

Mainz 05 hat den Saisonstart in der Bundesliga in den Sand gesetzt. Drei Spiele, ein Punkt und 2:9 Tore - so lautet die maue Bilanz. Und noch erschreckender ist der langfristige Trend. Seit dem 3:1-Erfolg gegen den FC Bayern am 22. April haben die Rheinhessen in der Bundesliga nicht mehr gewonnen. Damals schien der Traum von der Teilnahme am europäischen Geschäft greifbar nah, doch es folgte erst der Absturz in der alten Spielzeit, nun der Fehlstart. Acht Spiele mit zwei Remis und sechs Niederlagen bei 7:24 Toren folgten auf den Bayern-Sieg.

Bo Svensson warnt vor dem VfB Stuttgart

Und nun kommt der VfB Stuttgart - der stark in die Saison gestartet ist. Trainer Bo Svensson warnt vor den Schwaben, die bereits elf Treffer in den ersten drei Spielen erzielt haben, und will die Defensive stärken. "Das ist die Grundlage. Da müssen wir sagen, dass wir zu unkonstant waren", erklärt der 05-Coach. Stuttgart spiele derzeit "beeindruckend gut", fügt der 44-Jährige hinzu: "Wir sind nicht so blauäugig, dass wir sagen, wir gucken gar nicht auf Stuttgart. Aber wir haben im Moment viel damit zu tun, auf uns selbst zu schauen."

Sportvorstand Heidel ist (noch) entspannt

05-Boss Christian Heidel ist derweil noch ruhig und entspannt: "Was ich da teilweise lesen muss, da kann ich eigentlich nur darüber lachen. Wir haben einen schlechten Start hingelegt, wir haben zwei Auswärtsspiele gehabt und hatten ein Heimspiel. In Bremen haben wir Scheiße zusammengespielt, das ist so", analysiert Heidel.

Der Sportvorstand der Mainzer betont fast schon gebetsmühlenartig: "Wer geglaubt hat, dass Mainz 05 jetzt schon in der Lage ist, durch die Liga durchzumarschieren, der kennt Mainz 05 nicht. Es wird immer mal wieder so Phasen geben. Seit wir in der Bundesliga sind sage ich, dass es unser erstes Ziel ist, in dieser Bundesliga zu bleiben".

Heidel wünscht sich mehr Geduld bei den Fans und hofft, "dass man den Leuten vertraut, dass man dem Trainer vertraut, dass man der Mannschaft vertraut, den Verantwortlichen vertraut und dann gehen wir gemeinsam durch eine schwierige Phase. Davon sind wir aber noch weit weg".

Ex-Coach Jürgen Klopp: "Frühe Gegentore abstellen"

Im Rahmen der Abschiedsfeier für die Südtribüne des alten Mainzer Bruchwegstadions am vergangenen Samstag hat sich auch Ex-05-Coach Jürgen Klopp zum Saisonstart seines Herzensvereins geäußert. Klopp sieht die Lage noch nicht dramatisch: "Nach drei Spieltagen ist noch nicht viel passiert. Ich weiß weder wer Meister wird, noch wer absteigt", schmunzelt Klopp im SWR-Interview.

"Was die Mannschaft ablegen sollte, sind die frühen Gegentore", analysiert der Trainer des FC Liverpool die Situation bei seinem Ex-Verein.

Stuttgart, Kaiserslautern, Berlin, Budapest

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