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Nach der Länderspielpause geht es für Mainz 05 weiter im Abstiegskampf. Gegen den direkten Mitkonkurrenten Arminia Bielefeld wollen die Mainzer den nächsten großen Schritt für den Klassenerhalt machen.

Bielefelds Trainer prognostiziert Mainzer Klassenerhalt

Bekanntlich sieht man sich immer mindestens zweimal im Leben. So auch im Fall von Mainz-Trainer Bo Svensson und Bielefelds Coach Frank Kramer. Der war zuvor Nachwuchschef bei Red Bull Salzburg und hatte 2019 Bo Svensson zum österreichischen Zweitligisten FC Liefering geholt, dem Farmteam im Red Bull-Universum. Kramer war damals schon von Bo Svensson überzeugt und ist es auch heute noch. Zum Start als Cheftrainer wünschte er dem Dänen viel Glück und war überzeugt, dass Bo Svensson der richtige Mann für Mainz 05 ist und der Klassenerhalt für Mainz 05 noch zu schaffen ist. Damals wusste Kramer noch nicht, dass er kurze Zeit später Cheftrainer bei Arminia Bielefeld werden würde, womit nun Bo Svensson und er direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt sind.

Beide sind natürlich durch die Zeit in Österreich im Red Bull-Umfeld von der Spielphilosophie geprägt. Und doch sind sie unterschiedliche Trainertypen. Aber das Verhältnis war und ist gut, der Austausch war eng und auch heute gibt es noch regelmäßigen Kontakt. „ Ich habe ihm zu dem Trainerjob in Bielefeld gratuliert und freue mich auf ein Wiedersehen am Samstag“, sagt Svensson.

Wichtiges Spiel gegen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf

Mainz gegen Bielefeld, das nennt man auch ein Sechs-Punkte-Spiel. Man holt drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten und nimmt ihm damit quasi gleichzeitig drei Punkte ab, so die Denkweise. Das ist natürlich nicht ganz logisch, aber Tatsache ist, dass ein Sieg gegen Bielefeld schon wichtig wäre für Mainz 05. „Wir verlangen von jedem Spieler immer eine Leistungsgarantie in jedem Spiel“, sagt Svensson, ohne auf die besondere Konstellation einzugehen.

Momentum spricht für Mainz

Mainz und Bielefeld haben am vergangenen Spieltag die Tabellenplätze getauscht. Mainz ist nach dem Sieg in Hoffenheim als 15. erstmals seit dem achten Spieltag wieder auf einem Nicht-Abstiegsplatz, Bielefeld als 17. dagegen auf einem direkten Abstiegsplatz. Das Momentum spricht also klar für Mainz und die Prognose von Frank Kramer könnte tatsächlich wahr werden: Mainz ist auf einem guten Weg, um den Klassenerhalt tatsächlich noch zu schaffen.

Spiel hat nicht mehr Bedeutung als jedes andere

Die Fokussierung auf jedes einzelne Spiel ist es, was Bo Svensson unermüdlich immer wieder der Mannschaft eintrichtert. Nichts ist gewonnen mit einem Sieg, aber auch nichts verloren bei einer Niederlage. Abgerechnet wird zum Schluss und bis dahin gilt es, konzentriert zu bleiben. Von Rechenspielen hält Svensson wenig. Viele Experten meinen, Mainz müsse jetzt in den nächsten Spielen gegen Bielefeld, Köln und Berlin die nötigen Punkte holen, weil anschließend gegen die Topteams Bayern München, Eintracht Frankfurt, Borussia Dortmund und VFL Wolfsburg nicht mehr viel zu holen sei. Doch solchen Gedankenspielen erteilt Bo Svensson eine klare Absage: “Es sind alles Spiele der Wahrheit, seit ich hier bin. Es wäre unlogisch, jetzt den nächsten Spielen eine besondere Bedeutung zu geben.“

Mainz kann gegen jede Mannschaft punkten

Und ein Blick in die Vergangenheit gibt ihm Recht. Denn oft hat Mainz gerade gegen vermeintlich ebenbürtige Mannschaften Punkte abgegeben und gegen Topteams überrascht. Im Vorjahr wurde schließlich auch mit einem unerwarteten Sieg bei Borussia Dortmund der Grundstein für den Klassenerhalt gelegt. Das Spiel gegen Bielefeld ist also auch nur eines von noch acht ausstehenden Spielen in dieser Saison. Und es gibt nur drei Punkte zu holen, wie bei jedem anderen Gegner auch.

Aber wenn Bo Svensson gegen Frank Kramer und die Bielefelder drei Punkte holen kann, dann um so besser. Der Ex-Kollege darf mit seiner Prognose, dass die Mainzer doch noch in der Liga bleiben, ja gerne Recht behalten.

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