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Interimstrainer Jan-Moritz Lichte vom 1. FSV Mainz 05 steht nach dem 0:4 (0:1) bei Union Berlin vor der schweren Aufgabe, das Team über die Länderspielpause wieder aufzurichten. Zu tun gibt es genug.

"Harte Arbeit": Mehr als zwei Worte brauchte Lichte im SWR-Interview nicht, um deutlich zu machen, was die Profis in den kommenden zwei Wochen erwartet.

Mit null Punkten stehen die Mainzer auf Platz 17 der Tabelle. Wie schon in den ersten beiden Bundesliga-Partien offenbarten die 05er an der Alten Försterei zahlreiche Schwächen.

Mängel in der Mainzer Defensive

"In den entscheidenden Momenten stehen wir neben statt beim Gegner. Momenten. Wir lassen ihn im Sechzehner frei zum Abschluss kommen", stellte Lichte nach Abpfiff fest.

Auch Keeper Robin Zentner kritisierte das Abwehrverhalten, ohne dem Team den Willen abzusprechen.

Fast zwangläufig resultieren aus einem solchem Defensivverhalten auf Bundesliga-Niveau Gegentore. Am Freitag nutzten Max Kruse (13. Minute), Marcus Ingvartsen (49.), Marvin Friedrich (63.) und Joel Pohjanpalo (64.) die Mainzer Schwächen konsequent aus. "Viel zu billig", wie Zentner feststellte.

Zu wenig Gefahr in der Offensive

Doch nicht in der Abwehr gibt es jede Menge Arbeit für Interimstrainer Lichte. auch offensiv gelang den Mainzern in Berlin kaum etwas. "Wir haben zu wenig Ertrag nach vorne" stellte 05-Kapitän Danny Latza nach dem Spiel fest.

Bis zur Pause hatten die Mainzer zwar eine ordentliche Partie angeliefert, das Union-Tor aber kaum in Gefahr gebracht. Daran änderte sich auch dem Wechsel nichts. Das Torverhältnis von 2:11 nach drei Spielen macht deutlich: Es klemmt hinten und vorne bei den Mainzern.

Nächstes Mainzer Heimspiel gegen Leverkusen

Lichte machte nach dem Spiel sehr deutlich, dass nun jeder bei den 05ern gefragt sei. "Wir müssen selbst kritisch mit der Situation umgehen - ich als Trainer und die Spieler, die sich heute auch selbstkritisch hinterfragen müssen, ob wir mit der Qualität und mit den Zweikämpfen, die wir in den entscheidenden Momenten führen, momentan berechtigt in der Bundesliga spielen", so Lichte.

Bis zum 17. Oktober haben Lichte und sein Team Zeit, die Frage zu beantworten. Dann steht das nächste Heimspiel gegen Bayer Leverkusen an.

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