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Der Trainer des 1. FSV Mainz 05, Bo Svensson, ist das Gesicht der Mainzer Aufbruchsstimmung. Seine Co-Trainer Babak Keyhanfar und Patrick Kaniuth agieren zwar mehr im Hintergrund, gestalten den Aufschwung aber genauso mit. Denn ihr Chef legt klaren Wert auf den Teamgedanken.

Für Babak Keyhanfar ist es "einfach schön wieder hier zu sein". Die Arbeit bei seinem Heimatverein erfüllt den gebürtigen Mainzer völlig. Seit 2018 ist er an der Seite von Cheftrainer Bo Svensson, zunächst in der U19-Mannschaft. Dann der gemeinsame Schritt nach Salzburg zum FC Liefering in die zweite österreichische Liga. Mit dem Dänen Svensson verbindet Keyhanfar mittlerweile eine Freundschaft. Und als klar wurde, dass der Weg für Svensson zurück nach Mainz in die Bundesliga führen würde, war es für den 35-Jährigen nur logisch, die Chance zu ergreifen. Denn er sagt: "Wir sind ein eingespieltes Team."

Babak Keyhanfar im Traing des 1. FSV Mainz 05 (Foto: Imago, IMAGO / Martin Hoffmann)
Babak Keyhanfar im Traing des 1. FSV Mainz 05 Imago IMAGO / Martin Hoffmann

Patrick Kaniuth geht bereits in sein fünftes Jahr bei den Rheinhessen. Bislang war der gebürtige Bielefelder nur in den U-Mannschaften der 05er aktiv. Seit November ist er bei den Profis und wurde von Svensson quasi "übernommen". "Für mich ein Stück weit unerwartet. Aber ich genieße es", sagt Kaniuth.

Das "Team Bo"

Die Aufgabenverteilung im Trainerteam ist klar. Beide organisieren und planen die Trainingseinheiten und besprechen die Inhalte mit dem Chefcoach Bo Svensson. Während Kaniuth sich im Training überwiegend um Standards kümmert, ist Keyhanfar im engen Austausch mit dem Chefcoach und kümmert sich wie er sagt "um das letzte Drittel. Das ist mein Thema. Und wie können wir uns da ein Stück weit verbessern."

Kaniuth sucht auch das Gespräch mit den Spielern, die es nicht in den Kader oder "nur" auf die Bank geschafft haben. Er will da "nah dran sein am Spieler und am Menschen, um in einen engen Austausch zu kommen." Beide sitzen bei den Spielen auf der Bank und schätzen die flache Hierarchie im "Team Bo".

Patrick Kaniuth (rechts) mit Karim Onisiwo auf dem Mainzer Trainingsplatz (Foto: Imago, IMAGO / Martin Hoffmann)
Patrick Kaniuth (rechts) mit Karim Onisiwo auf dem Mainzer Trainingsplatz Imago IMAGO / Martin Hoffmann

Babak Keyhanfar ist deshalb voll des Lobes über seinen Chef. "Es ist ein vertrauensvolles Verhältnis und ein offener Umgang. Er holt die Stärken aus seinem Staff heraus. Das ist in der Konstellation etwas Besonderes und macht total Spaß", so Keyhanfar. Und sein Kollege Kaniuth bestätigt: "Er ist generell ein sehr nahbarer Mensch."

Aufbruchsstimmung erzeugt, jetzt dranbleiben

Seit das neue Trainerteam übernommen hat, ist in Mainz der Glaube an den Klassenerhalt wieder stark gewachsen. Die Ergebnisse und vor allem Einsatz, Leidenschaft und Kampfgeist stimmen wieder bei den 05ern.

"Uns war allen klar, dass es eine schwierige Situation damals war, als wir anfingen. Wir haben es als Herausforderung gesehen, aber auch als Chance, Dinge zu verändern", sagt Keyhanfar. Es ist das Ergebnis harter Arbeit, erklärt Kaniuth, auf der man "sich nicht ausruhen kann. Nach dem Motto: Jetzt sind wir wieder dran. Messer zwischen die Zähne und auf die Tube drücken."

Beide Co-Trainer strahlen die neue "Mainz-Mentalität" aus und leben sie vor: "Wenn du nach jedem Training in den Spiegel schauen kannst und sagst: Es war kein verschenkter Tag. Das ist das, was sich dann in den Spielen widerspiegelt", erklärt Keyhanfar. Immer an seine Grenze gehen. Genau diese Einstellung wird Mainz 05 brauchen für die große Aufgabe Klassenerhalt.

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