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Überzeugend, souverän aber auch bestens gelaunt. So präsentierte sich Bo Svensson vor der Partie gegen Eintracht Frankfurt (Samstag, 15:30 Uhr). Viel Zeit bleibt dem neuen Trainer des 1. FSV Mainz 05 nicht für die schwere Aufgabe. Und Glückwünsche zum Amtsantritt von Vorgänger Jürgen Klopp lassen auch auf sich warten.

Zwei Trainingseinheiten und viele positive Eindrücke. So lässt sich Bo Svenssons' Mainz-Start bislang zusammenfassen. Eines war dem Dänen besonders wichtig: Kommunikation. "Wir haben die Zeit genutzt, um viel miteinander zu reden und auch inhaltlich zu arbeiten. Der Eindruck war bislang sehr, sehr gut. Das sind offene Junge, die bereit sind mitzuziehen."

Kennenlernen stand im Vordergrund. In Gruppen- aber auch in Einzelgesprächen. "Wir müssen einen gemeinsamen Weg finden. Sie müssen mich auch kennenlernen, wie ich Fußball sehe und als Mensch ticke." Viel Zeit bleibt dem neuen 05-Coach auch nicht, um sein Team auf den kommenden Gegner Eintracht Frankfurt einzustellen.

Wieviel "Bo" gegen die Eintracht?

Trotzdem hat Svensson einen Plan, wie die 05-Profis sich im Rhein-Main Duell am Samstag präsentieren sollen. "Ich stehe für die Dinge, die Mainz 05 auszeichnen. Eine Mannschaft die mit Leidenschaft spielt und sich auch als Mannschaft präsentiert." Es geht darum, Spiele zu gewinnen, aber die Art und Weise ist mir auch sehr wichtig“. Dass das bereits alles am Samstag der Fall sein wird, ist eher unwahrscheinlich. Der Faktor Zeit spielt dabei eine große Rolle. Das weiß auch der ehemalige Abwehrspieler der Mainzer. Zumindest eine Vorgabe für die Zukunft ist für ihn quasi unumgänglich.

"Dass wir miteinander Bock haben zu spielen, dass wir miteinander Bock haben, dem Gegner weh zu tun und ihn vor Probleme zu stellen." Wie man gegen die Eintracht im "Premieren-Spiel" gewinnt, weiß Bo Svensson bestens. Februar 2015 - Damals war er beim FSV als Co-Trainer des gerade zum Chef beförderten Martin Schmidt, der sein Bundesligadebüt gegen die Hessen gab und mit 3:1 gewann. "Das war ein sehr spezielles Erlebnis", bestätigt Schmidt. Auch vier Jahre später kann der neue Sportdirektor eine gewisse Emotionalität nicht verbergen. "Bei der Erinnerung daran läuft es mir den Rücken herunter."

Vorgänger-Glückwünsche lassen auf sich warten

Sechs Punkte nach 14 Spielen, Tabellenvorletzter. Das ist die aktuell nüchterne Bilanz. Eine schwere Aufgabe die Bo Svensson in Mainz angetreten hat. Wie einige seiner Vorgänger, allen voran Jürgen Klopp, unter dem Svensson auch als Profi am Bruchweg noch aktiv war. Glückwünsche zum neuen Job an alter Wirkungsstätte gab’s bislang noch nicht.

"Ich habe bislang nichts von Kloppo oder Thomas (Tuchel) gehört. Ich bin sehr enttäuscht", erklärt Svensson mit einem breiten Grinsen. "Sie haben noch Zeit, sie können sich ja noch melden." Vielleicht gratulieren sie dann zum ersten Sieg unter dem neuen, gut gelaunten Trainer Bo Svensson.

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