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Der Mainzer Sportdirektor Martin Schmidt zeigt sich im Interview mit SWR Sport besorgt über die Folgen der Hertha-Spielabsage und schwärmt von den besonderen Charaktereigenschaften von Coach Bo Svensson. Außerdem gibt er sich optimistisch, was die Zukunftspläne von Leihspieler Dominik Kohr angeht.

Wegen mehrerer Coronafälle im Team von Hertha BSC wurde das Sonntagsspiel abgesagt - ein ungewolltes Innehalten für die aufstrebenden Mainzer. "Das sind Rückschläge, die man nicht bräuchte", bedauert Schmidt die verpasste Chance, drei Punkte gegen Berlin zu holen. "Jetzt bereiten wir uns auf Bremen vor - das ist die Faktenlage und darauf bauen wir neu auf." Der Lauf der Mainzer wurde unterbrochen, die englische Woche dadurch entzerrt. Dafür habe die Mannschaft jetzt Zeit, erholt gegen Bremen anzutreten.

"Man hätte gerne gespielt und den Lauf hoch gehalten. Wir hätten den nächsten Schritt machen können."

Hotel-Quarantäne nicht notwendig

Um das Worst-Case-Szenario für die eigene Mannschaft zu vermeiden, könnte sich das komplette Team in eine Hotel-Quarantäne begeben. Denn auch Schmidt weiß, dass es bald nicht mehr die Möglichkeit gibt Spiele nachzuholen. Die Folgen weiterer Spielabsagen seien schwer einzuschätzen. Man könne kaum voraussehen, ob das für Hertha oder Mainz nun ein Vorteil oder ein Nachteil sei. Eine strenge Hotel-Isolierung sei trotzdem kein Thema. Man sei mit täglichen Schnelltests, zweitägigen PCR-Tests und einer strengen Maskenpflicht gut genug aufgestelllt.

Trainer Bo Svensson als besondere Persönlichkeit

Gut aufgestellt sind die 05er auch dank Cheftrainer Bo Svensson. Unlängst spricht man schon von der neuen Mainzer "Bositivität", die den Klassenerhalt möglich macht. Was den neuen Coach ausmacht, lässt sich laut Schmidt nicht in einem Satz zusammenfassen: "Ich glaube, es ist seine gesamte Person, seine Art und Weise, wie er redet, die Ansprachen, die er macht". Svensson sei jemand, der jeden erreicht und eine besondere Bindungsfähigkeit mitbringt: "Er holt jeden ab".

„Am besten beschreibt er es auf dem Platz und mit den Resultaten, die wir momentan liefern.“

Positive Gespräche mit Dominik Kohr

Ein wichtiger Spieler im Mainzer Kader, der den Aufschwung maßgeblich mitbestimmt hat, ist Dominik Kohr. Doch der Mittelfeldspieler ist nur ausgeliehen. Im Sommer soll er zurück zur Eintracht Frankfurt, denn dort hat der 27-Jährige einen laufenden Vertrag bis 2024. Und dennoch: Zusammen mit Vereinskollege Danny da Costa sorgten die beiden Frankfurter Leihgaben für gehörig Aufschwung bei den Mainzern. Logisch, dass die 05er Interesse daran haben, Kohr zu halten, zumal er bei der Eintracht zuletzt kaum Spielzeit bekam.

"Da bleibt man immer bei den Fakten"

Doch so offen kann und darf weder der Sportdirektor noch der Spieler darüber sprechen. "Da bleibt man immer bei den Fakten. Der Vertrag läuft aus, und er geht am ersten Juli zurück nach Frankfurt", sagte Schmidt auf die Frage, ob Kohr für die Mainzer zu halten sei. Doch ganz so eindeutig ist die Sache eben doch nicht. Denn eine klare Ansage von Kohr, dass er auf jeden Fall zurück nach Frankfurt möchte, hat es an Martin Schmidt nicht gegeben. Darüber hinaus sei man in "guten Gesprächen" mit Kohr.

„Wenn wir Fakten haben, in welcher Liga wir spielen, werden wir die Gespräche führen, die wichtig sind für nächstes Jahr, und er gehört sicherlich auch dazu"

Bevor man sich jedoch über Verhandlungsgespräche mit Kohr Gedanken machen kann, muss die Liga gesichert werden. Und für dieses Ziel können sie auf jeden Fall mit der Unterstützung des Mittelfeldspielers rechnen.

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