STAND
REDAKTEUR/IN

Der 1. FSV Mainz 05 hat in der Nachholpartie des 29. Spieltages in der Bundesliga gegen Hertha BSC 1:1 (1:1) gespielt und ist dem Klassenerhalt wieder einen Schritt näher.

Nach dem jüngsten 2:1-Coup gegen Rekordmeister Bayern München änderte Mainz-Trainer Bo Svensson seine Startformation überraschend gleich auf vier Positionen.

Boetius verpasst gleich zwei Mal die Führung

Trotz der personellen Rochade waren die Hausherren von Beginn an spielbestimmend und verzeichneten früh die erste Chance durch Stefan Bell (5.), dessen Kopfball knapp das Ziel verfehlte. Kurz darauf hatte Jean-Paul Boetius gleich zweimal die Führung auf dem Fuß. Erst vergab der Niederländer aus Nahdistanz, dann traf er nur die Latte.

Den Berlinern war die zweiwöchige Quarantäne, in der nur individuelles Training möglich war, anzumerken. Gegen die aggressiven Mainzer kam der Tabellenvorletzte, bei dem Ex-Weltmeister Sami Khedira erstmals seit Ende Februar wieder in der Startelf stand, zunächst nur selten in die Vorwärtsbewegung. Lediglich bei einem Direktschuss von Matteo Guendouzi musste FSV-Torwart Robin Zentner zupacken.

Mwene kontert Hertha-Führung per Traumtor

Die dicken Gelegenheiten hatten weiter die Mainzer. Adam Szalai (20.) scheiterte frei vor dem Tor an Hertha-Keeper Alexander Schwolow, der den an Corona erkrankten Rune Jarstein glänzend vertrat. Der FSV schien Herr der Lage zu sein, wurde dann aber eiskalt erwischt. Nach einem Freistoß von Trainer-Sohn Marton Dardai traf Tousart per Kopf für die Berliner.

Und es wäre fast noch besser gekommen. Matheus Cunha (39.) tauchte plötzlich frei vor Zentner auf, konnte den Mainzer Torwart aber nicht überwinden. Das rächte sich umgehend, als Mwene nur eine Minute später mit einem herrlichen 20-Meter-Schuss in den Winkel den Ausgleich erzielte.

Es war das erste Bundesligator des Österreichers, der sich zwar freute, aber dennoch die richtigen Prioritäten setzte. "Ich hätte lieber gewonnen und kein Tor geschossen", sagte der 27-Jährige nach dem Schlusspfiff am SWR-Mikrofon.

Chancen auf beiden Seiten

Nach dem Wechsel eroberte sich die Hertha mehr Spielanteile. Die Mainzer Offensive lag zunächst ziemlich brach, während die Gäste mutiger nach vorne spielten. Erst ein Standard löste jedoch die Starre in den Strafräumen. Nach einer Ecke schraubte sich FSV-Kapitän Moussa Niakhaté am höchsten, doch Schwolow parierte den Kopfball ebenso glänzend wie wenig später einen Schuss von Karim Onisiwo aus spitzem Winkel.

Nun war wieder mehr los in der Partie. Cunha prüfte Zentner im Mainzer Tor mit einem Schlenzer, dann vergab der eingewechselte Krzystof Piatek aus Nahdistanz den möglichen zweiten Hertha-Treffer.

Am Ende stand ein Remis, das nach der Leistungssteigerung der Hertha nach dem Wechsel in Ordnung geht. "Aufgrund der ersten Halbzeit hätten wir das Spiel gewinnen müssen", sagte 05er-Akteur Alexander Hack nach dem Abpfiff. "Aber wenn man die zweite Halbzeit betrachtet, war es relativ gerechtfertigt."

Mainz

Fußball | Bundesliga Das Ass im Abstiegskampf: Bo Svensson als Trumpfkarte des 1. FSV Mainz 05

"Magier" und "Super-Svensson": Der Mainzer Cheftrainer Bo Svensson steht derzeit hoch im Kurs und wurde kurzzeitig sogar mit RB Leipzig in Verbindung gebracht. Doch der riesige Vertrauensvorschuss der Führungsriege ist auch ein Versprechen für eine gemeinsame Zukunft.  mehr...

Stuttgart

Fußball | Bundesliga Spielerberater Neblung über Fall Silas: "In meinen Augen haben sich Spieler und Berater strafbar gemacht“

Der Stuttgarter Profi Silas Katompa Mvumpa spielte bislang unter falscher Identität. Spieler und Verein sprechen von Machenschaften eines früheren Spielervermittlers des Kongolesen. Spielerberater Jörg Neblung hält das für wahrscheinlich, sieht aber auch eine Mitschuld beim Offensivmann des VfB, wie er exklusiv gegenüber SWR Sport erklärt.   mehr...

Stuttgart

Fußball | Bundesliga Afrika-Experte: VfB-Profi Silas Katompa Mvumpa kein Einzelfall

Der Afrika-Experte Paul Nehf hält die Probleme des kongolesischen Fußballprofis Silas Katompa Mvumpa, der beim VfB Stuttgart zwei Jahre unter dem offenbar falschen Namen Wamangituka gespielt hat, für keinen Einzelfall. Abhängig seien die meisten afrikanischen Spieler.  mehr...

Sport-Angebot in SWR Aktuell Schnell informiert, nah dran: SWR Sport auf Sprachassistenten von Google und Alexa

Google und Amazon machen es möglich: Wer einen Sprachassistenten besitzt, kann rund um die Uhr sein aktuelles Update mit den wichtigsten Sportnachrichten für den Südwesten abrufen.  mehr...

STAND
REDAKTEUR/IN