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Gut zwei Wochen ist Martin Schmidt der neue Sportdirektor bei Mainz 05. Im Exklusiv-Interview mit SWR Sport spricht der ehemalige Trainer über die Unterschiede zwischen beiden Jobs, was in der aktuellen Transferphase in Mainz passieren könnte und warum er den neuen 05-Coach Bo Svensson mit Thomas Tuchel vergleicht.

Aufgeräumt, gut gelaunt und voller Tatendrang. So erlebt man Martin Schmidt diese Tage rund um den Bruchweg. Der neue Mainzer Sportdirektor saugt alles auf, findet sich rein in seinen Job und ist parallel dabei, Dinge bei den Rheinhessen anzuschieben. "Der Job ist sehr vielfältig. Du kommunizierst viel. Christian (Heidel, Anm. Red.) und ich hatten zuerst ein gemeinsames Büro. Jetzt sind wir zwar getrennt, bringen uns aber alle zwei Stunden auf den neuesten Stand." Man merkt Schmidt an, der neue berufliche Schritt ist die Herausforderung, die der Schweizer gesucht hat. "Es erfüllt sich das, was ich mir gewünscht habe mit dem Schritt auf die strategische Ebene. Der Job ist wirklich so spannend wie erwartet."

"Wir schicken keine Verkaufsbroschüren rum"

Kurz nach Dienstantritt startete bereits die Wechselperiode für mögliche Wintertransfers. Eine neue Herausforderung für den 53-Jährigen. Wird sich der Tabellenletzte noch einmal verstärken? Oder geht eventuell doch ein Spieler, der noch Transfererlöse einbringen könnte? Aber da gibt sich Schmidt defensiv.

"Wir schicken keine Verkaufsbroschüren an die Vereine. Unser erstes Ziel ist es, mit diesem Kader zu arbeiten. Jede Veränderung hat Einfluss auf das Budget", erklärt der Ex-Coach, versichert jedoch "wir schauen uns den Kader natürlich an." Bei Angeboten für Spieler, die dem Verein Geld bringen könnten, wie Abwehrspieler Moussa Niakhaté oder Stürmer Jean-Philippe Mateta,"würden wir selbstverständlich hinhören".

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"Bei Bo sehe ich ein bisschen Thomas"

Begeistert ist Schmidt vom neuen Mainzer Cheftrainer Bo Svensson, der zu einer Trainer-Persönlichkeit heranwächst, wie der Sportdirektor es ausdrückt. Der Schweizer ist nah dran, schaut sich fast alle Trainingseinheiten an. "Ich schmunzele manchmal ein bisschen und sehe ein bisschen Thomas (Tuchel, Anm. Red.). Das habe ich ihm auch schon so gesagt. Thomas hat die Spieler durch seine Art und seine spezielle Art des Coachings geprägt. Bei Bo sieht man beispielsweise die gleiche Handbewegung oder ein Wort, das bei ihm hängenblieb."

Svensson ist natürlich keine Tuchel-Kopie. Der Däne, versichert Schmidt, hat seinen eigenen Stil und der scheint anzukommen am Bruchweg. "Man hört ihm gerne zu. Und er hat eine Vehemenz im Coaching." Für die kommenden drei Partien gegen Dortmund, Wolfsburg und Leipzig hat sich Martin Schmidt auch einiges vorgenommen: Endlich punkten. "Für eine Überraschung waren wir in Dortmund in den letzten zwei, drei Spielen immer gut. Warum nicht auch nicht diesmal. Ich bin überzeugt, dass wir in dieser englischen Woche den ersten Dreier holen".

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