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Sandro Schwarz hat große Lust wieder als Trainer zu arbeiten. Angebote und Gespräche von und mit Vereinen gab es, doch so richtig passte es noch nicht mit einem neuen Arbeitgeber. Im SWR Sport Podcast "Nur der FSV" spricht der 41-Jährige über die intensive Mainzer Zeit als Trainer und worauf es ihm bei einem künftigen Club ankommt.

Bestens gelaunt, sehr reflektiert und voller Energie. Man merkt direkt: Sandro Schwarz hat wieder große Lust zu arbeiten. Seine intensive Zeit als Trainer bei Mainz 05, die "eine sehr emotionale Geschichte" war, hat er verarbeitet. Erstmal mit viel Abstand. "Ich war mit der Familie und den Kindern unterwegs. Natürlich habe ich mit dem ein oder anderen Trainerkollegen gesprochen. Auch die haben gesagt: Abstand gewinnen! Alles sehr lehrreich und wichtig, um dann auch die kompletten zweieinhalb Jahre ohne eine Emotionalität zu reflektieren", erklärt er im SWR Sport Podcast "Nur der FSV". Schwarz nächster Schritt: Wieder als Chefcoach an der Seitenlinie stehen.

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Offen für neue Aufgaben – aber es muss passen

Kontakte zu anderen Vereinen gab es bereits. Einmal so konkret, dass der ehemalige 05-Trainer "nur den Kugelschreiber in die Hand hätte nehmen und meinen Namen hinschreiben müssen." Zu einer Übereinkunft und Zusammenarbeit kam es zwar bislang noch nicht, doch das setzt Schwarz nicht unter Druck. Im Gegenteil. Er bleibt entspannt und hat klare Vorstellungen, welche Voraussetzungen es für eine Zusammenarbeit braucht. "Es ist nicht so, dass ich aus einer Ungeduld heraus einen Job antrete, nur um wieder zu arbeiten. Es muss passen."  Was nicht heißt, dass er sich zurücklehnt und erstmal nur Angebote ablehnt. "Ich finde das 'Ja' muss überzeugend sein. Weil es dann mit den Entscheidungsträgern und auch inhaltlich passt."

Trainermarkt ist schwieriger geworden

Die aktuelle Coronakrise und die finanziellen Nöte mancher Vereine machen eine Rückkehr auf die Fußballbühne nicht einfacher. Dazu kommt, dass immer mehr Clubs auch auf junge Trainer aus den Nachwuchsleistungszentren setzen. Das spürt auch Schwarz. "Wenn du ein oder zwei Beurlaubungen hast, ist es schwieriger wieder reinzukommen als damals. Die Zeiten haben sich schon verändert." Und eine Art "Club-Hopping", sprich 15 oder 20 Vereine in der Vita zu haben, ist definitiv nicht der Plan des Mainzers. "Identifikation spielt schon eine Rolle. Das heißt nicht, dass du aus der Stadt kommen musst, sondern gewisse Werte zu leben." Sandro Schwarz hat die Zeit genutzt. Aufgeräumt, reflektiert und bereit für eine neue Aufgabe.

Fußball | Podcast Nur der FSV - der SWR Sport Podcast mit Christian Heidel

Wir reden darüber, was die 05er bewegt. Mit dabei sind Spieler, auch der Trainer, Leute aus dem Verein, ehemalige 05er und natürlich Fans. Mainz 05 ganz nah, ganz persönlich, ganz überraschend - mit Achim Scheu und Florian Winkler. Immer mittwochs, immer Mainz 05.  mehr...

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