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Der Transfermarkt nimmt Fahrt auf. Auch beim 1. FSV Mainz 05. Das Telefon bei Rouven Schröder ist im Dauerbetrieb.  Im SWR-Sport-Podcast "Nur der FSV" erzählt der Sportvorstand, wie schwierig Transfers in Coronazeiten sind, warum es wichtig ist, sich treu zu bleiben, und warum Stürmer Jean-Philippe Mateta immer noch in Mainz ist.

Am 5.Oktober schließt das Transferfenster. Es werden noch intensive Wochen für Rouven Schröder, den Sportvorstand von Mainz 05. Die Verabredung für den Podcast "Nur der FSV" verschiebt sich auch um eine halbe Stunde. Schröder hat viel zu tun.

"Es ist kein Geheimnis, dass der Markt jetzt komplett aufgewacht ist", sagt er. Das Telefon steht quasi nicht still. "Das Wichtigste ist das Laden des Akkus. Da darf nichts schief laufen," erklärt Schröder hörbar schmunzelnd. Nicht nur der Faktor Zeit, auch die Corona-Pandemie erschwert seine Arbeit merklich. "Es geht gar nicht so sehr um die Ablösesummen. Du hattest früher schon eine sehr frühe Positionierung von potenziell abwerbenden Vereinen. Das ist durch Corona komplett verschoben worden. Viele Vereine suchen zwar den Kontakt aber fühlen eher nur vor. Die Preise sind zwar ein bisschen nach unten gegangen aber viele wägen ab."

Fußball | Podcast Nur der FSV - der SWR Sport Podcast mit Michael Thurk

Wir reden darüber, was die 05er bewegt. Mit dabei sind Spieler, auch der Trainer, Leute aus dem Verein, ehemalige 05er und natürlich Fans. Mainz 05 ganz nah, ganz persönlich, ganz überraschend - mit Achim Scheu und Florian Winkler. Immer mittwochs, immer Mainz 05.  mehr...

Müller-Leihe alternativlos, Mateta-Verkauf Frage des Preises

Torwart Florian Müller, der das Nachsehen im Torwart-Zweikampf mit Robin Zentner hatte, wurde für ein Jahr zum SC Freiburg verliehen. Ohne Kaufoption. Das sei man wieder beim Thema Corona. Kein Verein sei bereit gewesen, den tatsächlichen Transferwert von Müller zu bezahlen. "Flo hat sich bei uns toll entwickelt und sucht jetzt eine neue Herausforderung. Aber wir verkaufen keinen Spieler unter Wert", erklärt der Mainzer Sportchef.

Gleiches gilt für Stürmer Jean-Philippe Mateta. Der Franzose ist der meistgehandelte Transfer der 05er, hat durch seinen Dreierpack im DFB-Pokal gegen Havelse erneut auf sich aufmerksam gemacht. Die Frage ist also: Wie lange bleibt der 22-Jährige überhaupt in Mainz? Bei einem passenden Millionen-Angebot darf er gehen. Zuletzt zeigte der englische Klub Crystal Palace Interesse. "Das ist ein besonderer Junge und es wird immer einen Markt für ihn geben. Wenn er funktioniert, ist er ein absoluter Mehrwert für uns. Aber ein Transfer unter Wert, nicht mit uns", stellt Schröder klar.

Fünf Jahre in Mainz haben geprägt

Rouven Schröder ist angekommen in Mainz. Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt ist seine neue Heimat. Nach fünf Jahren hat er nicht nur beruflich auch privat sein Glück gefunden. "Ich fühle mich hier pudelwohl."  Dazu schätzt der 44-Jährige die rheinhessische Lebensart. Seine offene Art kommt auch außerhalb des Klubs an. "Ich glaube man merkt hier, dass ich offen bin für Kritik und keiner bin den man nur ansprechen darf wenn‘s gut läuft."

Dass seine Arbeit intensiv verfolgt und bewertet wird ist Schröder bewusst. Deshalb "freue mich ungemein wenn einer von außen sagt, der Rouven ist angekommen und der lebt den Verein." Denn eines ist dem Mainzer Sportvorstand wichtig. Sich immer treu bleiben. "Ich bin keine Kopie von irgendwas, ich bin Rouven Schröder."

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